Gesangverein schreibt seit 135 Jahren Vereinsgeschichte

Großes Lob für herausragende Leistung

Thalitter - Lieder, Erinnerungen, Glückwünsche und Ehrungen – 135 Jahre Gesangverein und 40 Jahre Gemischter Chor standen am Samstag im Mittelpunkt eines feinen Kommersabends in Thalitter.

Als elf Männer 1879 in Thalitter den Gesangverein gründeten, pflanzten sie auf der Itterburg eine Linde. Sie steht immer noch – und auch der Gesangverein hat seinen Fortbestand über 135 Jahre gesichert. Das ist auch den Frauen zu verdanken, die seit 1974 mitsingen und den Männergesangverein vor 40 Jahren zum Gemischten Chor werden ließen. Ihr Einfluss auf das Wohl des Vereins war auch beim Festkommers am Samstagabend deutlich zu sehen: Das Dorfgemeinschaftshaus in Thalitter war festlich geschmückt; Rosen, Frauenmantel und Kerzen zierten die Tische, und zum Abschluss der offiziellen Feierlichkeiten waren die Gäste eingeladen, ein gutes Buffet zu genießen. Damit hatte der Gesangverein beste Rahmenbedingungen für einen Kommersabend geschaffen, der sich durch eine besonders freundliche Atmosphäre auszeichnete. In ihrem Rückblick auf die Geschichte des Gesangvereins und Gemischten Chors skizzierte die Vereinsvorsitzende Gisela Stieglitz kurzweilig die wichtigsten Ereignisse, wobei sie den Verein mit der Linde verglich: „Wie die Linde im Laufe der Jahre Äste verlor, so trugen auch wir treue Sänger zu Grabe.“ Doch wie an der Linde auch wieder frische Triebe wuchsen, so gesellten sich immer wieder neue Sänger zum Verein, erklärte sie und erinnerte an 14 Vorsitzende und elf Dirigenten, die den Verein im Laufe der Jahre begleiteten. Ehrenvorsitzender Jochen Teichmann rief die Zelterplakette, die dem Verein 1980 für seine Verdienste überreicht wurde, ins Gedächtnis der Gäste. Landrat Dr. Reinhard Kubat beglückwünschte die Vereinsmitglieder für ihre gute Gemeinschaft. „Es ist nicht selbstverständlich, dass ein Verein so lange so lebendig bleibt“, betonte er. Vöhls Bürgermeister Matthias Stappert unterstrich, dass die Entscheidung, Frauen einzubinden, vor 40 Jahren zukunftsweisend gewesen sei. Auch Ortsvorsteher Karl Brüne, Anita Winter vom Schützenverein und Jürgen Häußler von der Freiwilligen Feuerwehr gratulierten dem Gesangverein und dankten für die gute Zusammenarbeit. Vorsitzende Gisela Stieglitz, Bruno Mecke, Vorsitzender des Waldeckischen Sängerbundes, und Willi Butterweck, Vorsitzender des Vöhler Sängerbundes, ehrten verdiente Mitglieder (siehe Kasten). Butterweck sagte: „Es erfüllt mich mit Freude, dass wir im Vöhler Sängerbund so tolle Sänger haben.“ Mecke sprach den Sängern seine Anerkennung für ihre herausragende Leistung aus. Eingebettet war der Kommersabend in einen bunten Melodienreigen, der perfekt zum Anlass passte – so besang der Gemischte Chor, der seit 1988 von Ulrich Fingerhut dirigiert wird, den „Lindenbaum“, der bei der Vereinsgründung gepflanzt wurde, aber auch „Wunder gescheh’n“ und „Liebeskummer lohnt sich nicht“, pfiffig und mitreißend interpretiert. Die Pianistin Tatjana Kouper, die den Gemischten Chor Thalitter seit Jahren musikalisch begleitet, ließ es sich nicht nehmen, auch zum Festkommers zu spielen – obwohl sie Geburtstag hatte. Dafür war ihr ein Geburtstagsständchen aller Gäste garantiert.Am 19. und 20. Juli gehen die Feierlichkeiten auf der Itterburg weiter mit Gastchören und Chören des Vöhler Sängerbundes. Von Marianne Dämmer

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