Thomas Schwill rezitiert in Lelbach Literatur von Poe, Sutter und Kehlmann

Gruselige Geschichten bei Kerzenschein

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Ein Gläschen Wein, Kerzenschein – dazu passen „irr-sinnigen“ Geschichten: Thomas Schwill rezitierte am Sonntag Texte von Poe, Wohmann, Kehlmann und Sutter.

Korbach - Wahnsinns-Geschichten standen am Sonntag im Mittelpunkt der Lesung in der Alten Schule in Lelbach. Thomas Schwill rezitierte, Georg Lungwitz spielte am Flügel.

Geschichten lösen Gefühle aus - vor allem, wenn sie lebendig vorgetragen werden. Davon konnten sich die Zuhörer, die am späten Sonntagnachmittag den Weg in die Alte Schule in Lelbach gesucht hatten, überzeugen:

Thomas Schwill rezitierte Geschichten von Edgar Allan Poe, Daniel Kehlmann, Gabriele Wohmann und Martin Suter. Seltsame, gruselige und unheimliche Prosa hatte der Tenor und Schauspieler ausgesucht - Geschichten, die die Grenzen dessen erkunden, was Menschen zu tun oder zu erleben fähig sind.

Geschichten, die in die Abgründe menschlicher Seelen führen, die von kleinen und großen Bosheiten handeln oder von Reisen, die frei nach Murphys Gesetz in die Katastrophe führen. Zu den ausgewählten Stücken gehörte Poes „Das verräterische Herz“ und Kelhmanns „Osten“. Außerdem hatte Schill die Kurzgeschichten „Kompakt“ und „Habgier“ von Gabriele Wohmann ausgesucht sowie „At the top“, „Und noch ein Aspekt“ und „Anonymer Anruf“ von Martin Sutter.

Mit Hilfer seiner Stimme, ausgewählter Betonung und Bewegung transportierte er sie so zu den Zuhörern, dass ihre Aussagen noch deutlicher trafen. Der Pianist Georg Lungwitz las zur Einstimmung die Klappentexte, die Inge Frese verfasst hatte, und spielte auf dem Flügel. (md)

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