Regierungspräsident verleiht Asel, Vöhl, Oberorke und Marienhagen Prädikate

Gute Luft und Gastfreundschaft

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Qualitäts-Prädikate hatte Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke im Gepäck – sehr zur Freude von Vöhls Bürgermeister Matthias Stappert, Uli Fingerhut, Thomas Ruch (Asel), Gerhard Schöneweiß (Oberorke), Karl-Heinz Stadtler (Vöhl) und Johannes-Werner Müller (Marienhagen) sowie vielen Unterstützern aus den vier Ortsteilen.

Vöhl-Asel - Gastfreundschaft und Urlaubsqualität in der Großgemeinde Vöhl sind nun amtlich besiegelt: Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke brachte gestern Nachmittag Prädikate für Asel, Vöhl, Oberorke und Marienhagen mit.

Die Luft ist besonders gut, die Gastfreundschaft besonders herzlich und die medizinische Versorgung gesichert: Das haben die Menschen in Asel, Vöhl, Marienhagen und Oberorke nun schriftlich. Denn mit den Anerkennungsbescheiden des Regierungspräsidiums wird den ersten drei Orten das Prädikat „Erholungsort“ verliehen und dem vierten das Prädikat „Luftkurort“. „Und weil der Tourismus eine der wichtigsten Branchen unserer Gemeinde ist, sind uns diese Prädikate so wichtig“, sagte Vöhls Bürgermeister Matthias Stappert gestern bei der Übergabe der Bescheide. Dafür war Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke nach Asel gereist. „Diese Prädikate sind Auszeichnungen für die Orte, die Menschen und die Vereine“, lobte Stappert.

Gute Werte in Oberorke

Gänzlich neu sind sie den Vöhlern allerdings nicht: Denn alle vier Auszeichnungen sind Verlängerungen bereits ausgestellter Prädikate. Durch die Prüfung mussten die Orte im vergangenen Jahr allerdings erneut. Während in Asel, Marienhagen und Vöhl Ergebnisse des Deutschen Wetterdienstes ebenso ausgewertet wurden wie hygienische Werte, Unterkunfts- und Erholungseinrichtungen und die medizinische Versorgung, gingen die Tests in Oberorke noch wesentlich weiter. Hier nämlich nahmen Mitarbeiter der Gemeinde Vöhl wöchentlich Proben der Luftqualität. Grobstaub, Feinstaub, Ruß und der Gehalt von Stickstoffdioxid wurden untersucht. Mit Erfolg: Alle vom Deutschen Heilbäderverband vorgegebenen Grenzwerte wurden deutlich unterschritten, das Prädikat für zehn weitere Jahre verliehen. 12 200 Euro kostete die Aktion, die Kosten übernimmt die Gemeinde.

Insgesamt 1500 Euro kostete die Prädikatisierung der anderen drei Vöhler Ortsteile. Gastgeber und Gemeinde können nun wieder mit dem Prädikat werben. „Es zeigt den Urlaubern: Hier ist die Welt noch in Ordnung“, erklärte Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke und nutzte die Gelegenheit, für den Erhalt von Natur und Heimat zu werben: „Wir haben sie nicht von unseren Eltern geerbt“, betonte der Regierungspräsident, „sondern von unseren Kindern geliehen.“

Impuls für die Gastgeber

Gleichzeitig motivierte er die Gastgeber in der Region: „Tourismus, da lässt sich Geld mit verdienen.“ Dafür allerdings seien echte Gastfreundschaft und Engagement nötig. Häuser etwa, in denen Gäste häufig auf geschlossene Küchen treffen würden, strahlten wenig Gastfreundschaft aus. „Aber unsere Betriebe haben in den vergangenen Jahren investiert und aufgerüstet“, lobte Lübcke. So sei die Prädikatisierung nur der Impuls, den Regierungspräsidium und Gemeinde geben könnten: „Den Rest machen die Menschen hier.“

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