Förderverein Nikolaikirche bemüht sich um Spenden für Sanierung des Gotteshauses · Aktionen geplant

Mit guten Ideen und viel Optimismus

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Voller Tatendrang und mit vielen Ideen wollen (v.l.) Gerhard Reuse, Sabine Neuhaus und Pfarrer Günter Engemann vom „Förderverein Nikolaikirche“ Spenden für die Sanierung des Gotteshauses sammeln. Den Scherenschnitt der Nikolaikirche soll es bald auf Leine

Korbach - Es ist ein ehrgeiziges Projekt, doch die Mitglieder des „Fördervereins Nikolaikirche“ sind optimistisch. Mit guten Ideen wollen sie die Mittel für eine Sanierung des Gotteshauses auftreiben.

Als vor rund einem halben Jahr der „Förderverein Nikolaikirche“ gegenüber der Kirche im Bürgerhaus gegründet wurde, da wussten die Mitglieder noch nicht konkret, wie die hohe Summe durch Spenden eingeholt werden soll. Für die Sanierung sei mindestens eine Million Euro notwendig, verkündete der Architekt Jürgen Kepplin damals. Arbeiten an der Fassade, ein neues Heizsystem, Restauration von Kunstwerken - das sind nur einige Punkte, die angegangen werden sollen.

Weihnachtskarten verkauft

Doch seit November 2012 hat sich einiges getan. Erste Aktionen wurden bereits durchgeführt, zudem hat der Vorstand Pläne erarbeitet, die in Zukunft in die Tat umgesetzt werden sollen. Im Dezember wurden Weihnachtskarten mit Motiven vom Altarbild verkauft, „so haben wir rund 1000 Euro eingenommen“, freut sich die Vorsitzende des Fördervereins, Sabine Neuhaus, über einen gelungenen Start.

Neben der Geldbeschaffung gehe es zunächst vor allem darum, in der Bevölkerung ein Bewusstsein für das Problem zu schaffen, erklärt Beisitzer Gerhard Reuse, der viele Jahre Pfarrer der Nikolaigemeinde war. Und damit sich das Bild der Nikolaikirche auch einprägt, soll es bald Leinentaschen mit einem Scherenschnitt des Gotteshauses zu kaufen geben.

Zunächst steht aber ein Second-Hand-Markt am Freitag, 3. Mai, im Korbacher Bürgerhaus an. „Für diese Aktion haben wir schon sehr viele Rückmeldungen bekommen“, blickt Sabine Neuhaus optimistisch der Veranstaltung entgegen. Bei Kaffee und Kuchen kann gebrauchte Kleidung gekauft werden, der gesamte Erlös ist für die Sanierung bestimmt.

Spenden erhofft sich der Vorstand in Zukunft auch von Konzerten, Lesungen und Vorträgen. Genaueres soll bei der ersten Mitgliederversammlung am 21. Mai bekannt gegeben werden, wo auch Ideen aus der Bevölkerung erwünscht sind.

Aufsicht für Kirche gesucht

Ein weiterer Schritt, den Menschen die Nikolaikirche näherzubringen, soll durch einen Präsenzdienst erfolgen. Gesucht werden Menschen, die Zeit und Lust haben, zu geregelten Zeiten die Kirche zu beaufsichtigen - und Besuchern wenn gewünscht Informationen an die Hand zu geben.

Die letzte Grundsanierung des Innenbereichs der Kirche war im Jahr 1965. Das berichtet Pfarrer Günter Engemann. Die Heizung stammt aus dem Jahr 1928. Damals war die Kilianskirche im Winter geschlossen, das Heizsystem in der Nikolaikirche modern. Heute schadet es den Kunstwerken. „Je länger wir warten, desto teurer wird die Sanierung“, so Engemann. Dass es trotz Zeitdrucks ein langfristig angelegtes Projekt ist, wissen die Vereinsmitglieder - doch die Ideen und der Optimismus sind da.

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