Korbach: Feierliche Eröffnung mit symbolischer Schlüsselübergabe

Hallenbad-Taufe mit Gummiboot - Video

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Korbach - Die Ouvertüre ist gelungen. Vor rund 250 Gästen eröffnete die Stadt Korbach gestern das neue Hallenbad - mit fröhlicher Paddeleinlage für Projektleiter Friedhelm Schmidt.

Bürgermeister Klaus Friedrich gab launig das Startsignal, DLRG-Rettungsschwimmer ließen hinterrücks ein Boot zu Wasser - und im Hintergrund trällerte Wencke Myrhe via Lautsprecher ihren alten Gassenhauer: „Er hat ein knallrotes Gummiboot …"

Keine Frage, Friedhelm Schmidt musste ran an die Paddel, auch wenn das Schlauchboot in Wahrheit gelb war. Denn am Beckenrand gegenüber winkte schon Jessica Nickel lachend mit einem SOS-Schildchen. Ein Paddel ging zwar in der Hektik über Bord, aber im charmanten Geleit der beiden Rettungsschwimmerinnen Lisa-Marie Fritzsche und Mareike Behle brachte Schmidt den havarierten Gummidampfer doch noch sicher ans rettende Ufer.

„Wir wollten kein Spaßbad, sondern ein Bad, das Spaß macht", griff Rathauschef Friedrich zu einem Wortspiel. Entstanden sei „ein Bad von Korbacher Bürgern für Korbacher" - denn Vereine, Schulen, Senioren und Saunagänger hätten bei der Planung eifrig mitgewirkt.

Die Gäste quittierten die feierliche Eröffnung denn auch mit viel Applaus. Dank ging an Planer, Architekten und rund 80 Handwerksfirmen, die in den vergangenen 15 Monaten an Sanierung, Modernisierung und Erweiterung des Hallenbads beteiligt waren.

Entstanden ist im Grunde ein Neubau, für den sich die Stadt bei rund acht Millionen Euro plus Mehrwertsteuer mächtig strecken muss. Abgerechnet wird indes über Energie Wal-deck-Frankenberg (EWF), denn der heimische Energieversorger betreibt auch die Bäder. EWF-Chef Stefan Schaller richtete "uneingeschränkten Dank" an Projektleiter Friedhelm Schmidt und den Bäderausschuss mit Vertretern der Stadt.

„Benutzerfreundlich und barrierefrei" sei das Hallenbad kaum wiederzuerkennen, resümierte Stadtverordnetenvorsteherin Lilo Hiller zur Eröffnung. Für Gruppen, Familien oder junge Leute sei das Bad deutlich attraktiver geworden.

Stellvertretend für die Kirchen gab der katholische Domkapitular Gisbert Wisse seinen Segen: Ein Hallenbad sei wichtig "für Leib und Seele".

Im Namen der Schwimmer betonte Ursula Schmidtkunz: „Das Warten hat sich gelohnt. So viel Luxus kannten wir Schwimmer bislang noch nicht." Ingrid Wischnewski lobte mehr Ruhe und neue Möglichkeiten für die Gymnastikgruppen im Bewegungsbad.

Architekt Uno Kleine unterstrich die „konsequente Optimierung" des Hallenbads - und überreichte mit Klaus Meyer (Gotha) einen symbolischen Schlüssel an die Stadt. Das thüringische Büro „Möller & Meyer" führte als Generalunternehmen die Regie beim Bau.

Ein neues offizielles Gütesiegel für „Barrierefreiheit" des Hallenbads kündigte Bernd Duve an, Bezirksbeauftragter des Sozialverbandes VdK.

Enorme Anerkennung gab es derweil für Friedhelm Schmidt, der diese Würdigung an das gesamte Projektteam weitergab.

Samstag Tag der offenen Tür

Das neue Korbacher Hallenbad ist heute erstmals für alle Besucher geöffnet. Der Tag der offenen Tür (ohne Badebetrieb) läuft von 10 bis 16 Uhr. Vom Sportbad bis in die Sauna sind alle Räume zu besichtigen. Für Unterhaltung sorgt Radio FFH mit der gebürtigen Korbacher Moderatorin Sabine Schneider. Auch die jüngsten Besucher kommen auf ihre Kosten. Am Sonntag öffnet das Hallenbad von 9 bis 18 Uhr erstmals für Badegäste.(jk)

Eine Bildergalerie zuer feierlichen Eröffnung gibt es hier:

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