19?000 Übernachtungen von Januar bis November 2013 · Gäste bleiben im Schnitt zwei Tage in Korbach

Hansestadt zieht mehr Touristen an

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Korbach - Hanse, Gold und Spuren aus der Urzeit - das sind die Themen, die Touristen locken: Korbach verzeichnet 2013 mehr Übernachtungen als im Vorjahr, so vorläufige Zahlen des Statistischen Landesamtes.

Korbach übertrumpft sich in Sachen Gästezahlen gerade selbst: Von Januar bis November 2013 empfingen Hotels und die Jugendherberge in der Kreisstadt rund 19 000 Gäste - und damit zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Das ergibt sich aus aktuellen Zahlen des Statistischen Landesamtes. Die Daten für Dezember liegen noch nicht vor.

Seit Jahren Zugewinne

„Der Trend setzt sich fort. Wir verzeichnen schon seit einiger Zeit jedes Jahr leichte Zugewinne“, freut sich Dr. Marc Müllenhoff, bei der Wirtschaftsförderung Korbach Goldrichtig zuständig für Tourismus und Stadtmarketing. Tatsächlich dürfte die Zahl der Ankünfte sogar noch deutlich höher sein, denn die Statistiker aus Wiesbaden haben nur die Beherbergungsbetriebe mit zehn oder mehr Betten erfasst. Kleinere Pensionen oder Ferienwohnungen fallen durchs Raster.

Auch bei der Anzahl der Übernachtungen war von Januar bis November ein leichter Anstieg um 0,9 Prozent auf rund 44 500 zu verzeichnen. Im Schnitt blieben die Gäste 2,3 Tage in Korbach. Stärkster Monat war der August mit 2235 Ankünften und 5725 Übernachtungen. Erfahrungsgemäß kommen rund sieben Prozent der Besucher aus dem Ausland: „Überwiegend aus den Niederlanden, aber auch aus der Schweiz, Dänemark und Großbritannien“, sagt Müllenhoff.

Mit der Fossilienfundstätte Korbacher Spalte, dem Eisenberg mit seinem Goldvorkommen und dem Titel als Hessens einzige Hansestadt habe Korbach gleich drei Alleinstellungsmerkmale vorzuweisen, sagt der Tourismusexperte. Noch stärker solle in diesem Jahr die Altstadt mit ihrer historischen Bausubs­tanz in den Mittelpunkt gerückt werden, um die touristische Nachfrage zu steigern.

Mehr Besucher erhofft sich Müllenhoff auch von der geplanten Aufwertung des Areals an der Korbacher Spalte. Aber auch die Beherbergungsbetriebe könnten ihr Potenzial noch stärker ausschöpfen, „wenn sich noch mehr klassifizieren und zertifizieren lassen“, so Müllenhoff: Mit Hotelsternen und Gütesiegeln wie beispielsweise „fahrradfreundlicher Gastbetrieb“ könne dem Gast noch mehr verlässliche Qualität geboten werden.

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