Grüne wählen Nachfolgerin von Dr. Peter Koswig

Heike Kramer an Fraktionsspitze

Korbach - Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Korbacher Stadtparlament hat Heike Kramer zur neuen Vorsitzenden gewählt. Sie tritt die Nachfolge von Dr. Peter Koswig an, der zum Jahreswechsel aus persönlichen Gründen von seinem Amt zurückgetreten war.

Die 54-jährige förderpädagogische Fachkraft ist seit dem Jahr 2009 Mitglied des Stadtparlaments. Sie arbeitet im Kooperationsmodell der Karl-Preising-Schule (Bad Arolsen) in der Grundschule „Villa R“ in Volkmarsen. „Ich freue mich, dass Heike Kramer zur neuen Fraktionsvorsitzenden gewählt worden ist. Sie bringt die notwendige Energie, Erfahrung und Gelassenheit mit. Ich bin mir sicher, dass sie die Sache der Grünen gut vertreten wird“, sagt ihr Vorgänger Dr. Koswig. Als ein Schwerpunktthema für das laufende Jahr benannte Heike Kramer, die Frage der Bürgerbeteiligung beim geplanten Rathausneubau voranzubringen. Die Partei hatte bei den Haushaltsberatungen gefordert, eine Bürgerbefragung als Abstimmung über die Neubaupläne durchzuführen. „In Zeiten knapper Kassen ist ein solches Großprojekt nicht unumstritten, zumal die Bürgerinnen und Bürger mit dem Pfusch beim Hallenbad gerade schlechte Erfahrungen in dieser Hinsicht gemacht haben. Daher ist es wichtig, größtmögliche Beteiligung zu gewährleisten“, betonte die Fraktionschefin. Ein weiteres Thema für 2015 sei es, die Stadt für Radfahrer attraktiver zu machen. „Spätestens seit dem Aufkommen der elektrisch unterstützten Pedelecs wird Radfahren auch in Korbach immer beliebter. Es fehlt aber an einem Radwegenetz, das den Namen „Netz“ auch verdient hätte, so Heike Kramer. „Mein Ziel ist es, dass die Stadt hier endlich ihre Hausaufgaben macht und Radfahrer als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer wahrnimmt.“Auch die Verbesserung der politischen Streitkultur sei ihr ein Anliegen. „Ich möchte mich im Stadtparlament für ein Klima der gegenseitigen Wertschätzung einsetzen. Die Frage, wie sich die Politik auch im Umgang untereinander präsentiert, ist zentral für ihre Akzeptanz. Das heißt nicht, Konflikte zu vermeiden, sondern sie auf sachlicher und nicht persönlicher Ebene auszutragen“, erklärte die Vorsitzenden abschließend.(r)

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