Korbach

Heizkraftwerk: MVV will mehr Sicherheit bieten

- Korbach (jk). Nach der Betriebsstörung mit Quecksilber im Abgas musste Kraftwerksbetreiber MVV zusätzlich in Sicherheit investieren. Der Ausfall der Müllverbrennung wog millionenschwer.

Dampf und Nebel umhüllen das Heizkraftwerk in diesen Wintertagen. Doch unter dem kühlen und tristen Mantel verbirgt sich Hochgradiges: Im Ofen verbrennt Müll, um für das benachbarte Conti-Werk den Dampf zu liefern. Mindestens 850 Grad Temperatur müssen herrschen, um den vorsortierten Abfall ordnungsgemäß zu verfeuern. Und der Blick durch eine der „Klappen“ in den Ofen zeigt leuchtend rote Gluthitze. Wenn das Kraftwerk wie geplant läuft, dann erzielt Betreiber MVV Energie (Mannheim) auf rechnerische Dauer von 15 Jahren eine ordentliche Rendite. Doch eine Reihe von Betriebsstörungen seit Herbst 2008 forderte umfangreiche Nachbesserungen – insbesondere nach dem Quecksilber-Störfall vom August 2009. Mehr als einen Tag lang strömte zu viel Quecksilber ins Abgas, weil der Abfall offenbar verunreinigt war mit Schwermetall.MVV musste zusätzlich in Sicherheit investieren, und allein ein orange-roter Silo, der an den hohen Wänden des Kraftwerks optisch fast verschwindet, kostet rund 120 000 Euro zusätzlich. Momentan ist die Zusatzanlage noch „temporär“, erläutert Kraftwerkschef Friedhelm Kaiser. In Kürze aber soll ein eigens gefertigtes Gerät dort dauerhaft installiert werden.

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Ein Video zum Heizkraftwerk gibt es hier:

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