Korbach

Herzlicher Abschied von Kirchenkreis-Kapitän Bernd Böttner

- Korbach (nv). Die rote Karte hätten die Christen im Kirchenkreis des Eisenbergs ihrem Kapitän, Dekan Bernd Böttner, nie gezeigt. Schweren Herzens verabschiedeten sie am Sonntag in Korbach einen Macher, der die Menschen mitnehmen kann.

„Er konnte dem Angebot aus dem reichen Südhessen wohl nicht widerstehen“, lächelte Pfarrer Jörg Wagner (Meineringhausen). Passend zur Fußball-WM gestalten die Kollegen der Pfarrkonferenz ihr Grußwort beim Empfang vor dem Südportal der Kilianskirche mit allerlei (Spiel-)Witz. Gemeinsam mit einigen hundert Gästen lassen sie ihren scheidenden Kapitän mit einer La-Ola-Welle hochleben.

Nach 13 Jahren an der Spitze des Kirchenkreises wechselt Bernd Böttner als Propst nach Hanau. Dort möchte er seine Erfahrungen, die er als Gemeindepfarrer und Dekan gesammelt hat, in die Kirchenleitung einbringen. Mitte Juli geht es für ihn und Ehefrau Monika, die als Lehrerin an der Paul-Zimmermann-Schule wirkte und sich für die Frauenarbeit im Kirchenkreis des Eisenbergs stark machte, nach Südhessen.

„Es ist Zeit, Abschied zu nehmen“, ist Böttner sichtlich gerührt, als er zuvor beim Gottesdienst im Kilian zur Predigt ansetzt. Die Menschen in Korbach, im Kirchenkreis sind es, die er vermissen wird und die ihn vermissen werden. Ob Gemeindearbeit, Integration, Prävention, Ökumene, Notfallseelsorge oder Partnerschaft mit Namibia – Böttner hat „seine Mitspieler nie aus den Augen verloren“, weiß Pfarrer Andreas Bielefeldt (Berndorf).

Ihnen allen gibt Böttner an diesem Tag einen Vers mit auf den Weg – wenige Worte mit großer Bedeutung für ein allzeit gutes Miteinander: „Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen“ (Galater 6, 2).

Mehr lesen Sie in der WLZ-Zeitungsausgabe vom 28. Juni 2010.

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