Awo bietet seit über 30 Jahren Hausaufgabenbetreuung an · Mitglieder gesucht

Hilfe für die Jüngsten und Ältesten

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Hausaufgabenbetreuung in der Westwallschule mit (hintere Reihe v. l.): Schulleiterin Gabriele Stein, Betreuerin Anita Goldbach, Denis Delaruelle, Dietlinde Franke und Manfred Probstfeld vom Awo-Kreisverband Waldeck-Frankenberg sowie Betreuerin Christina Rutkowski.Foto: tt

Korbach - Es ist 13.30 Uhr, die Schule ist aus. Doch anstatt nach Hause, geht es für viele Schüler der Westwallschule zur Hausaufgabenbetreuung. Dass dies möglich ist, dafür sorgt die Arbeiterwohlfahrt seit mehr als 30 Jahren.

Laut ist es im Klassenraum bei Christina Rutkowski und Anita Goldbach nicht. Sie haben die rund 30 Grundschüler im Griff. Immer wieder hat einer der Schüler eine Frage zu den Hausaufgaben, ansonsten arbeiten die Kinder aber weitestgehend selbstständig.

Beratung für Senioren

Doch das heißt nicht, dass die Betreuung überflüssig ist: Allein an der Westwallschule sind derzeit 76 Kinder für den Unterricht nach dem Unterricht angemeldet. An der Berliner Schule sind es 50 und an der Grundschule in Bad Arolsen 25 Schüler. Die Lehrer entscheiden, welcher ihrer Schüler die Betreuung gebrauchen könnte - auch weil zu Hause vielleicht niemand ist, der nachmittags helfen kann. Dass es an den drei Schulen die kostenlose Unterstützung gibt, dafür ist der Awo-Kreisverband Waldeck-Frankenberg verantwortlich. In Korbach gibt es die Hausaufgabenbetreuung so nun schon seit mehr als 30 Jahren.

„Die Schülerhilfe ist unser Schwerpunkt“, sagt Manfred Probstfeld. Er ist seit 1975 Kassierer im Kreisverband, weiß also seit Beginn der Betreuung um die Bedeutung des Angebots. Allerdings sagen sowohl er als auch die Vorsitzende Dietlinde Franke und der stellvertretende Vorsitzende Denis Delaruelle, dass es für die Awo nicht leicht sei, an neue Mitglieder zu kommen. 250 sind es derzeit im Kreis, Ortsverbände gibt es aber nur in Korbach, Mengeringhausen und Helsen.

Neben der Hausaufgabenbetreuung gibt es in der Geschäftsstelle in der Louis-Peter-Straße 22 in Korbach auch alle 14 Tage donnerstags Beratung für Senioren. „Wir helfen und vermitteln bei Themen wie Schulden und Pflege oder unterstützen auch beim Ausfüllen von Formularen“, so Probstfeld. Über Mitglieder, die dies unterstützen wollen, würden die drei sich freuen.

Und ganz unbewusst wohl auch die Schüler der Hausaufgabenbetreuung. Denn auch wenn es mit über 70 angemeldeten Schülern an der Westwallschule für die Betreuerinnen einiges zu tun gibt, „jemanden nach Hause schicken, weil wir keinen Platz mehr haben, das würde ich nie machen“, sagt Christina Rutkowski. (tt)

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