Traktoren, Mähdrescher und Geräte aus 80 Jahren ? Dreschclub Adorf feiert 25-jähriges Bestehen

Historische Maschinen hautnah erlebt

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Getreideernte früher war harte Arbeit: Das in Säcken abgefüllte Korn wird auf den Leiterwagen geladen.

Diemelsee-Adorf - Zum Jubiläum lud der Dreschclub Adorf wieder zum Dreschfest auf dem Heimberg ein. An Landwirtschaft interessierte Gäste kamen voll auf ihre Kosten.

Historische Landmaschinen, Austausch mit anderen Landwirtschaftsfreunden und interessante Vorführungen: Beim Dreschfest in Adorf gab es am Wochenende viel zu erleben.

Der seit nunmehr 25 Jahren bestehende Dreschclub lockte viele Besucher zur Jubiläumsveranstaltung auf den Heimberg. „Es ist auf dem Niveau des letzten Festes 2009“, zeigte sich der Club-Vorsitzende Michael Steinhardt erfreut. Damals waren über 1000 Gäste gekommen.

Nachdem das Dreschfest am Samstagabend mit dem Einholen des eigens gepflanzten Roggens begonnen worden war, konnten Interessierte den ganzen Sonntag über die Entwicklung der Landmaschinen hautnah erleben. Über 40 Traktoren waren zu bewundern. Deutz, McCormick oder John Deere: Einige Exemplare stammten noch aus den 30er-Jahren des letzten Jahrhunderts. 30 Schlepper kamen aus dem Besitz der Dreschclub-Mitglieder, aber auch Gäste hatten sich etwa aus Rhoden oder Gudensberg auf den Weg gemacht. Auch historische Mähdrescher und zahlreiche vom Dreschclub restaurierte Landmaschinen zogen die Blicke der Besucher auf sich.

Dabei standen die Ausstellungsstücke nicht bloß herum, der Dreschclub zeigte sie auch in Aktion. Gleich mehrmals wurde die Dreschmaschine der Marke Petermann in Schwung gesetzt - erstes Gerät und Namensgeber des Clubs. Beim Einfüllen des Getreides und dem Entnehmen von auseinandergedroschenem Stroh und Korn packten viele Vereinsmitglieder mit an. Auch der erst in diesem Jahr restaurierte Mähbinder kam zum Einsatz. Und über das abgeerntete Feld neben dem Festgelände zogen historische Trecker ebenso geschichts­trächtige Pflüge, Eggen und Sämaschinen.

Auch abseits der Landmaschinen konnten die Besucher einiges erleben. Unter dem an einem Kran hängenden Festpavillon genossen sie Speisen und Getränke, der Spielmanns- und Musikzug Adorf untermalte das Fest musikalisch. Im Informationszelt hingen lehrreiche Plakate über Landmaschinen und Getreidesorten. Besonders das voll funktionstüchtige Modell einer Dreschmaschine entzückte Jung und Alt. Und auch die Kinderunterhaltung passte voll ins Thema: Eine Sammlung von Trampeltreckern und eine Burg aus Heuballen sorgten für viel Freude.

„Wir sind mit unserem Jubiläum voll zufrieden“, stellte Michael Steinhardt fest. Bis zum nächsten Dreschfest wird es wohl wieder vier Jahre dauern, aber schon in zwei Jahren will der 55 Mitglieder starke Dreschclub wie 2011 ein Kartoffelfest feiern.

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