Erster Stadtrat für 30 Jahre in Lichtenfelser Politik geehrt

Alf Höfer will weiter „piesacken“

+
Alf Höfer (l.) erhält für 30 Jahre Stadtpolitik die Anerkennung von Bürgermeister Uwe Steuber und dem Magistrat.Foto: Wilhelm Figge

Lichtenfels - Seit 30 Jahren engagiert sich Alf Höfer ehrenamtlich in Lichtenfels. Der Magistrat hat ihn für seine Zeit als Stadtverordneter und Erster Stadtrat geehrt - und für weitere Positionen im Gemeindeleben.

Am 1. April 1985 trat Alf Höfer erstmals das Amt als Stadtverordneter in Lichtenfels an. 30 Jahre später hat der Magistrat dem Goddelsheimer seine Anerkennung gezeigt: Bürgermeister Uwe Steuber überreichte seinem Ersten Stadtrat eine Urkunde für die drei Jahrzehnte in „Stavo“ und Stadtrat - das Bundesverdienstkreuz hat er bereits seit 2006. Besonders seine Zeit als Vorsitzender des Haupt- und Finanzausschusses sei „legendär“, so das Stadtoberhaupt. „Der Zug fährt vorwärts und nicht rückwärts“, erklärte der strikte Höfer Stadtverordneten, die zu spät kamen.

Bis in den November 2002 war er Mitglied im Stadtparlament, zuletzt als Fraktionsvorsitzender der CDU, bevor er Erster Stadtrat wurde. „Er ist ein zuverlässiger Erster Stadtrat, der meine Vertretung übernimmt - wann immer seine Hunde es erlauben“, lobte Uwe Steuber mit einem leichten Schmunzeln. Als Experte für den öffentlichen Personennahverkehr habe er sofort gemerkt, dass der Fahrplanwechsel wegen der Bahnreaktivierung die Busfahrten nach Fürstenberg stark einschränken würde.

Über die Politik hinaus hat Alf Höfer sich einen Namen gemacht: Von 1984 bis 2003 war er Stadtjugendfeuerwehrwart. Der langjährige Berufssoldat ist seit 1998 Geschäftsführer des Deutschen Soldatenbundes und der Kameradenvereinigung und hat auch im Kyffhäuserbund viele Ämter übernommen: Seit 1982 ist er Vorsitzender der Kameradschaft in Goddelsheim, seit 1991 hessischer Landesgeschäftsführer, seit 1996 auch stellvertretender Vorsitzender des waldeckischen Kreisverbandes.

Auch um die Partnerschaft mit dem thüringischen Tannroda hat er sich verdient gemacht. Ein winterlicher Spontanbesuch im Weimarer Land sei indes abenteuerlich gewesen: So schön der Ort auch sei, seine Ansprechpartner hätten er und der mitreisende Klaus Debus nicht vorgefunden. Café und Ratskeller seien geschlossen gewesen, auch die Frau des Leiters der Feuerwehr hätte die Fremden nicht gern in ihrer Wohnung gehabt - so hieß es Ausharren im ungeheizten Gerätehaus. Letztlich habe die Beziehung sich aber sehr aufgewärmt: „Die Ereignisse um die Einheit will ich nicht missen“, erklärte Höfer.

Von einem Amt möchte er sich nächstes Jahr trennen: Nach 15 Jahren verlässt er den Kreistag. Ansonsten will der 68-Jährige weiter umtriebig bleiben: „Wenn die Gesundheit es erlaubt und die Wähler es wollen, werde ich sie weiter piesacken“, verspricht er lächelnd.

Von Wilhelm Figge

Kommentare