Korbach

Höhere Gebühren ab 2011

- Korbach (jk). Friedhofsgebühren, Straßenreinigung, Müllabfuhr: Ab 2011 steigen die Gebühren in Korbach teils kräftig. Das Parlament billigte die Aufschläge für die Bürger einstimmig.

Im Schnitt 20 Prozent mehr für Grabstellen, 30 Prozent mehr für Straßenreinigung, rund 50 Prozent mehr für die Müllabfuhr: Prozentual dreht die Kreisstadt nächstes Jahr kräftig an der Gebührenschraube. Indes waren die Gebühren in Korbach vielfach zehn Jahre und länger stabil, teils dehnte die Stadt dabei sogar die Dienstleistung für die Bewohner aus. Das gilt insbesondere bei der Müllabfuhr (wir berichteten ausführlich). Durch steigende Kosten, aber auch Ansprüche der Bürger sind die Rücklagen in den Gebührenhaushalten deshalb weitgehend aufgebraucht, wie Bürgermeister Klaus Friedrich und Stadtkämmerer Ralf Buchloh im Parlament darlegten. Nach eingehenden Debatten in den Ausschüssen stimmten die Stadtverordneten am Donnerstag den Gebührensteigerungen somit einhellig zu – wenn auch „schweren Herzens“. Im Blick stand erneut insbesondere der Sperrmüll. Statt gesonderter Abrechnung, wie Sprecher von CDU, FWG und FDP forderten, bleibt es bei kostenloser Entsorgung: entweder durch Abholung oder durch eigene Anlieferung in Flechtdorf. Bei der Neufassung der Friedhofssatzung geht es nicht nur um Gebühren, sondern auch neue Möglichkeiten in der Grabgestaltung. Damit möchte die Stadt auf geänderte „Bestattungskultur“ eingehen, wie Rathauschef Friedrich erläuterte. Formell geschlossen werden dabei zugleich Korbachs alte Friedhöfe im Grüngürtel. Die letzte Bestattung gab es hier 2009. Nach Ablauf aller Ruhefristen können die Friedhöfe im „Totenhagen“ dann 2034 komplett entwidmet werden. Die historischen Grabsteine sollen aber bleiben.

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