Willingen

Höhere Wassergebühren ab 2011

- Willingen (bk). Die Wassergebühren in der Uplandgemeinde werden ab 2011 von bisher 1,59 Euro um 16 Cent auf 1,75 Euro pro Kubikmeter (zuzüglich Mehrwertsteuer) erhöht.

Die Gemeindevertreter befassten sich in ihrer Sitzung am Dienstag in Bömighausen mit der Neufassung der Wasserversorgungssatzung. Sie erfuhr vor allem redaktionelle Änderungen. Die Parlamentarier folgten zudem einmütig der Empfehlung des Gemeindevorstands sowie des Haupt- und Finanzausschusses, auf die Einführung einer Grundgebühr zu verzichten und die Wassergebühr zu erhöhen.

Der Aufwand für die Wasserversorgungsanlage belief sich 2009 auf 783 418 Euro. Unter Berücksichtigung der fixen Kosten und der Personalkostenanteile, die nach den gesetzlichen Vorschriften in die Kalkulation einbezogen werden müssen, betrug er sogar 1 244 996 Euro. Bei Erträgen von insgesamt 1 132 386 Euro ergibt sich folglich ein Defizit von 112 610 Euro. Für 2009 wurde ein Wasserverbrauch von 681 087 Kubikmetern ermittelt. Geht man von einem gleichbleibenden Verbrauch aus, so ist eine Gebührenanhebung um 16 Cent pro Kubikmeter erforderlich, um einen Ausgleich herbeizuführen.

In der Gemeindevertretersitzung wurde auch der geprüfte Jahresabschluss des Kurbetriebs und der Lagebericht für 2009 vorgelegt. Der Jahresverlust betrug 1 171 720 Euro. Das Gremium erteilte der Betriebsleitung einstimmig Entlastung.

Beim Punkt „Verschiedenes“ sprachen die Kommunalpolitiker eine Vielzahl aktueller Themen an. Wie Bürgermeister Thomas Trachte auf Anfrage von Hartmut Saure (CDU/Rattlar) erklärte, haben sich die enormen Verzögerungen bei der Baumaßnahme in der Usselner Ringstraße aufgrund einer Vielzahl von Leitungen, die in der Erde verlegt sind, ergeben. Trachte zollte den am Bau beteiligten Firmen Respekt für die hier geleistete Arbeit. „Die Decke kommt noch vor Einbruch des Winters drauf“, versprach er.

Dirk Wilke (FDP/Usseln) warf ebenfalls einen Blick auf den bevorstehenden Winter. Er bat darum, in einigen Bereichen von Usseln das Gespräch mit den Anliegern zu suchen, um eine ordnungsgemäße Räumung von Fußwegen sicherzustellen. Der Upländer Bürgermeister sagte zu, dass sich die Verwaltung kurzfristig mit dem Thema beschäftigt.

Wie Thomas Trachte auf Anfrage von Friedrich Wilke (FWG/Usseln) mitteilte, hat sich der Gemeindevorstand mit dem Angebot, dass die Kommunen EWF-Anteile erwerben, befasst. „Wir können aber noch keine abschließende Beschlussempfehlung geben“, so Thomas Trachte, der auf eine noch ausstehende Abstimmung der Sachlage durch den Steuerberater verwies.

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