Berufsorientierungsseminar an MPS Goddelsheim · Nähe zu Schülern und Kreativität bei neuen Modulen

„Informationen aus erster Hand“

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Eine der Neuerungen beim Berufsorientierungsseminar: Jan Philip Pfingst und Louisa Knipp (hinten) klären Leanne Knebl, Mandy-Ann Kröger, Laura Bangert und Céline Grosche (v.l.) über Vorstellungsgespräche und Einstellungstests auf.

Lichtenfels-Goddelsheim - Die Goddelsheimer Mittelpunktschule bereitet ihre Schüler wie in den Vorjahren auf den Einstieg ins Berufsleben vor - mit einigen neuen Ansätzen.

Besuche im Berufsbildungszentrum und Betriebsbesichtigungen sind nur einige Mittel, um Schüler auf die Berufswahl vorzubereiten. An der Mittelpunktschule in Goddelsheim gibt es zudem jährlich das Berufsorientierungsseminar. Die aktuelle Auflage des Programms bietet drei neue Module - die Haupt- und Realschüler setzen sich dieses Jahr vier statt drei Tage lang mit Berufswahl und Bewerbungen auseinander.

Erfahrungen der Mitschüler

„Den Schülern ist wichtig, Informationen aus erster Hand zu erhalten“, erklärt die für den Fachbereich Arbeitslehre zuständige Anna Gortzewitz. Ihre Kollegin Astrid Curtze ergänzt: „Wenn Schüler, die noch ganz nah dran sind, von ihren Erfahrungen berichten, ist das für die Jungen und Mädchen hier richtig toll.“

Schüler von weiterführenden Schulen referieren im Seminar schon länger über die Anforderungen ihrer Bildungsstätten. In einem neuen Modul berichten Zehntklässler, die ihre Ausbildungsverträge schon sicher haben, über Vorstellungsgespräche und Einstellungstests. Louisa Knipp und Jan Philip Pfingst wissen, wovon sie reden: Louisa war bei sechs, Jan Philip bei vier Vorstellungsgesprächen. Alle waren mit Einstellungstests verbunden, manchmal direkt hintereinander. Am Ende standen beiden mehrere Ausbildungsverträge zur Wahl.

Im Modul berichten sie, was zu beachten ist, und geben hilfreiche Tipps, etwa um mit der Aufregung umzugehen: „Die Leute in Bewerbungsgesprächen sind meistens sehr nett“, versichert Louisa. Die Acht- beziehungsweise Neuntklässler finden Gefallen an der Veranstaltung: Es gebe viel Neues zu lernen, und die Schülerperspektive sei eine gute Ergänzung zu den Referenten aus heimischen Personalabteilungen.

Die Kunst des guten Präsentierens erlernen die Schüler im Assessmentcenter: Ute Weidemann von der Waldecker Bank bringt Produkte mit, welche die Schüler dann bewerben. Im dritten neuen Modul klären Vertreter des Beruflichen Gymnasiums Korbach und der Hans-Viessmann-Schule Frankenberg die Jugendlichen über ihre mögliche schulische Zukunft auf.

Schüler eifrig bei der Sache

Daneben gibt es auch bewährte Veranstaltungen über Schlüsselqualifikationen, Einstellungstests und Online-Bewerbungen mit Vertretern aus heimischen Betrieben (Horizont und Continental) - wobei klar wird, wie die Einsteller den Bewerbungsprozess erleben. Azubis referieren über ihre Erfahrungen, Mitarbeiter der Lebenshilfe bereiten auf Vorstellungsgespräche vor, und die Agentur für Arbeit erstellt einen „Berufsfahrplan“. Die Schüler fühlen sich gut vorbereitet: „Von mir aus könnte es jetzt losgehen“, verkündet etwa Henrik Wagener.

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