Bewerbung um Aufnahme in Kirchenerhaltungsfonds

Innensanierung der Vöhler Kirche kostet 400000 Euro

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„Was hat Priorität?“: Bei der Gemeindeversammlung am Donnerstag in Vöhl kam Pfarrer Jan Friedrich Eisenberg mit den Bürgern ins Gespräch über die Innensanierung der Martinskirche.Fotos: md/resa

Vöhl - Von der Farbe bis zur Heizung: Insgesamt 400000 Euro soll die Innensanierung der Vöhler Martinskirche kosten. Bei einer Gemeindeversammlung stand am Donnerstag vor allem die Finanzierung im Mittelpunkt.

Die Vöhler wünschen sich einen wärmeren Farbton für ihre Martinskirche. Und dass es nicht mehr so zieht. Und deswegen stehen Malerarbeiten und Heizungstechnik ganz oben auf der Prioritätenliste in Sachen Innensanierung. Insgesamt umfasst das Komplettkonzept Investitionen von 400000 Euro. Darüber informierte am Donnerstagabend im Gemeindehaus Architektin Ute Friedrich: Die Malerarbeiten würden mit 150000 Euro zu Buche schlagen, die Erneuerung der Heizung mit 100000 Euro. Die Restaurierung der Kirchenfenster würde 31000 Euro kosten, eine neue Raumbeleuchtung 17000 Euro. Die Beschallungsanlage ist mit 16000 Euro kalkuliert, Ausbau, Reinigung und Einbau der Orgel mit 20000 Euro. Für die Erneuerung der Elektronik stehen die Kosten noch nicht fest. Für die Finanzierung gibt es gleich mehrere Ideen. Um die zu bündeln, hatte Pfarrer Jan Friedrich Eisenberg die Gemeinde um Mitarbeit gebeten. Erstes Ziel: Die Vöhler wollen in den Kirchenerhaltungsfonds aufgenommen werden. Die Initiative der Landeskirche verdoppelt die Spenden einer Gemeinde. „Der Kirchenkreis hat uns bereits für den Fonds vorgeschlagen“, erzählte Eisenberg. Sollte die Landeskirche dem Vorschlag nachkommen, sind jetzt mehr denn je Spenden gefragt. „Der aktuelle Stand liegt bei 62066 Euro“, informierte Eisenberg. Würde die Gemeinde 70000 Euro zusammenbekommen, wären 140000 Euro schon mal gesichert, rechnete der Pfarrer. Fördergelder würden auch vom Kirchenkreis und aus einem anderen Topf der Landeskirche erwartet. „Wir denken außerdem darüber nach, auch heimische Unternehmen und Initiativen um Unterstützung zu bitten“, erklärte Eisenberg, „jede Spende zählt jetzt doppelt.“

Vor allem mit drei großen Veranstaltungen wollen die Vöhler den Stand auf dem Spendenkonto in diesem Jahr noch mal erhöhen. Am Pfingstmontag, an Erntedank und am Martinstag sollen große Feste im Ort und rund um die Kirche stattfinden. Für das Gemeindefest an Pfingsten hat bereits die ehemalige Kreiskantorin Irene Tripp ihre Unterstützung und die Gründung eines Projektchores mit Kindern zugesagt. Weitere Ideen reichen von verzehrbaren „Kirchenbausteinen“ über selbst gemachte „Kirchenmäuse“ bis hin zu einer Tombola.

Im Herbst könnte dann das Kreiserntedankfest in Vöhl stattfinden, schlug Heinrich Heidel vom Bauernverband vor. Konkrete Absprachen sollen noch getroffen werden.

Vor allem am 7. und 8. November zählt die Gemeinde dann auf die Unterstützung der heimischen Vereine: Dann soll nämlich zum Martinsmarkt rund um die Kirche eingeladen werden - mit vielen Ständen und Aktionen. Zu einem Vorbereitungstreffen mit Vereinsvertretern und Gewerbetreibenden wird am 26. März um 19 Uhr ins evangelische Gemeindehaus eingeladen.

Unterdessen sind andere Spendenaktionen bereits in vollem Gang - wie die Vöhler Bücherkiste (wir berichteten). Deren Team lädt am kommenden Donnerstag um 15.30 Uhr zum Genießer-Café ins Gemeindehaus ein - natürlich zugunsten der Martinskirche.

Von Theresa Demski

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