Korbach

Innige Krippenstimmung in St. Nikolai

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- Korbach (ahi). Beim Adventskonzert der Alten Landesschule wurden die Zuhörer mit den denkbar schönsten und überzeugendsten Mitteln in Weihnachtsstimmung gebracht.

Herrschte rund um die Nikolaikirche noch hektische Betriebsamkeit einer Parkplatzsuche im letzten Moment auf glitschigem Geläuf, so fielen bei den eröffnenden Bläserklängen von „White Christmas“ (Nachwuchsbläserensemble unter der Leitung von Frank Hölscher) die Strapazen des Tages von den Besuchern des Adventskonzert ab. Ganz sicher stieg bei den jeweils betroffenen Eltern noch das eine oder andere Mal die Pulsfrequenz, wenn ihre Kinder vorne am Altar standen, aber die Darbietungen des vielfältigen Programms waren nur für Glücksgefühle oder eben endlich ungetrübte Adventsfreuden gut. Stress und schlechte Stimmung blieben vor den Türen der Nikolaikirche. Dafür gab es schon früh Gelegenheit, sich über schöne Stimmen und vorweihnachtliche Vielfalt zu freuen. Bei seiner Vorstellung von zwei Liedern aus dem jüngsten Musicalstreich von Olaf Schillmöller bot der Unterstufenchor gleich drei Könige auf und machte zugleich Werbung in eigener Sache für die nächsten Aufführungen von „Pfeffernuss und Brummeisen“ (am 16.12. ALS, 17.12. St. Marien, jeweils 18 Uhr).

Bis zum nächsten großen Auftritt des Kammerchores vergeht noch etwas mehr Zeit, aber bei der Zusammenstellung des vorweihnachtlichen Beitrags ihres Vokalensembles bewies Silvia Grebe Geschick, indem sie mit dem beschwingten „There’s swing in the air“ (nach Händel) und Bachs besinnlichem „Gloria sei dir gesungen“ nicht nur zwei Barock-Titanen, sondern auch musikalische Gegensätze aufeinanderprallen ließ. Das Spiritual „Waiting for the Lord“ wirkte wie die musikalische Synthese. Als sich etliche Mitglieder des Ensembles am Glockenspiel versammelten, um das letzte Lied einzuläuten, deutete sich etwas Großartiges an: Advent als Aufbruchzeit, das ist die musikalische Botschaft des englischen Weihnachtsliedes „Ring the bells on Christmas Day“, der sich niemand entziehen konnte. Mit dem Weihnachtslied schlechthin rührte das Streicherensemble an andere Seelenlandschaften, bewegte aber ebenfalls zutiefst. Bei dieser zart, ganz zart gestrichenen „Stille(n) Nacht“ mit Solistin Isabel Thamm herrschte absolute innige und andächtige Krippenstimmung.

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