Erste Korbacher Ehrenamtsbörse im Bürgerhaus · Elf Vereine zeigen Möglichkeiten zum Engagement

„Inspiration, um aktiv zu werden“

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Martina Fackinger von der Lebenshilfe, Andrea Franke und Peter Schimek vom Korbacher Treffpunkt, Referentin Anneke Gittermann, Bürgermeister Klaus Friedrich und Silvia Ader vom Kreisverband der Treffpunkte luden ein zur Ehrenamtsbörse. Die Auswahlmappe liegt ab sofort im Bürgerbüro.

Korbach - Freiwillig auszuhelfen können sich viele Menschen vorstellen. Wo sie sich am besten einbringen können, erfuhren Interessierte auf der ersten Korbacher Ehrenamtsbörse.

Mit den Worten „Besserwisser gesucht“ beginnen nur wenige Stellenangebote.Auf der ersten Korbacher Ehrenamtsbörse suchte das Deutsche Rote Kreuz in seinem „Ehren(arbeits)amt“ so beispielsweise freiwillige Ausbilder in der Ersten Hilfe.

„Viele Leute möchten ins Ehrenamt, um sich sinnvoll zu betätigen“, erklärte Silvia Ader vom Kreisverband der Treffpunkte, dessen Korbacher Ableger bei dem Projekt federführend war. Ihnen bei der Suche nach einem Posten zum „Zeitverschenken“ zu helfen, sei das Ziel der Ehrenamtsbörse.

Neben den Stellenangeboten, die Treffpunkt, DRK und Lebenshilfe aushängten, stellten sich auch das Familienzentrum und Kindertagesstätte Kreisel, die Korbacher Tafel, die Caritas-Konferenz der katholischen Kirchengemeinde St. Marien, die „Wir für uns“-Bürgerhilfe, der Eine-Welt-Laden, das Korbacher Integrationsprojekt MIT, das ökumenische ambulante Hospiz und der Freundeskreis der Stadtbücherei „Lesebändchen“ mit Plakaten und Prospekten vor - insbesondere in persönlichen Gesprächen darüber, wo hilfsbereite­ Menschen tätig werden können.

„Ein Ehrenamt aufzunehmen ist keine Selbstaufgabe, sondern ein Gewinn“, erklärte Bürgermeister Klaus Friedrich, Schirmherr der Veranstaltung. Er riet den teilnehmenden Vereinen auch, ihre Netzwerkarbeit zu stärken, um Arbeitsaufwand zu sparen und gemeinsam gestalten zu können.

Anneke Gittermann, Leiterin der landeskirchlichen Engagementförderung, betreute 14 Jahre lang die Freiwilligenagentur in Kassel. Den Korbacher Vereinsvertretern gab sie in einem unterhaltsamen Vortrag Hinweise, was am Ehrenamt interessierte Menschen von ihnen erwarten. Es sei wichtig, den Helfern den Sinn ihrer Arbeit aufzuzeigen und eine Willkommenskultur zu pflegen, in der Neulinge gleich eingebunden werden. Flexibilität, etwa durch offene Veranstaltungen oder die Verteilung unliebsamer Vorstandsaufgaben auf mehrere Leute, sei ein weiterer Schlüssel zum Erfolg. Schließlich komme es auch darauf an, die Zeit der Helfer nicht überzustrapazieren und für Spass an der Tätigkeit zu sorgen.

„Um die persönlich beste Möglichkeit zum Ehrenamt zu finden, hilft es oft, sich inspirieren zu lassen“, stellte sie zum Schluss fest - die Ehrenamtsbörse sei dazu ideal.

Aber nicht nur die Veranstaltung selbst solle Möglichkeiten aufzeigen, erklärte Peter Schimek, Mitglied des Korbacher Treffpunkt-Vorstands. Im Bürgerbüro liege in Zukunft eine Ehrenamtsmappe mit Angeboten zur Beteiligung aus. Aus dem Publikum kam die Anregung, auch das Internet zur Vermittlung zu verwenden.

Für die Teilnahme habe es Anfragen zahlreicher anderer Vereine gegeben, erläuterte Andrea Franke vom Treffpunkt, vorerst konzentrierten sich die Veranstalter aber auf den sozialen Bereich. Bei den geplanten Wiederholungen könne der Fokus aber möglicherweise ausgeweitet werden. /wf)

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