Korbach

„Integration geht von zwei Seiten aus“

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- Korbach (resa). Im vergangenen August endete die Finanzierung für das Projekt „Integration in Korbach“ überraschend. Jetzt springt die Landeskirche ein. Für zwei Jahre garantiert sie die Fortsetzung der Arbeit – mit neuen Akzenten.

Wenn sich Natalja Schens auf den Heimweg macht, dann begegnet sie vielen Menschen. „Hinter einem Wohnzimmerfenster winkt mir jeden Tag eine ältere Dame zu“, erzählt sie lächelnd. Eine Behinderung fessle die Frau mit Migrationshintergrund an ihren Platz. „Mit Menschen wie ihr wollen wir ins Gespräch kommen“, sagt die 38-Jährige.

Und gerade deswegen sind sie und Kollegin Lydia Oswald so froh, dass sie ihre Arbeit im Rahmen des Integrationsprojektes jetzt weiterführen können. Im August hatte die Förderung durch das Diakonische Werk, Stadt, Kreis und Land geendet (wir berichteten). Die beiden Frauen verloren ihre Arbeit, setzten sich aber weiter ehrenamtlich für ihre vielen Sprachförderprojekte, die Ortsgruppe und Kulturprojekte ein. Währenddessen bewarb sich Volker Nagel, Vorsitzender des Kirchenvorstands der Stadtkirchengemeinde Korbach mit der Unterstützung von Propst Bernd Böttner mit einer neuen Konzeptidee bei der Landeskirche von Kurhessen-Waldeck.

Mit dem Projekt „Migration – Integration – Teilhabe“ (MIT) sollte die Arbeit von Natalja Schens, Lydia Oswald und vielen Ehrenamtlichen fortgesetzt werden. Mit Erfolg: Als eins von zehn ausgewählten Projekten werden die Korbacher nun für zwei Jahren mit insgesamt 50 000 Euro von der Landeskirche unterstützt – im Rahmen der Initiative „Diakonische Gemeinde – Armut bekämpfen und gesellschaftliche Teilhabe fördern“. Träger ist nicht wie zuvor das Diakonische Werk, sondern die Stadtkirchengemeinde Korbach.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Mittwoch, 8. Dezember.

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