Intensivklasse  an der Westwallschule gestartet – Spielerischer Deutschunterricht

Flüchtlingskinder lernen singend Deutsch

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Singen im Deutschunterricht macht nicht nur Spaß, es lehrt auch Worte und zeigt, wenn Arbeit an der Aussprache nötig ist.

Korbach. Flüchtlinge im Grundschulalter besuchen an der Westwallschule seit zwei Wochen eine Intensivklasse: Sie lassen schlimme Erfahrungen hinter sich, gewöhnen sich ein und lernen Deutsch – und das spielerisch.

„Wir haben doch gestern etwas gelernt“, sagt Gunter Best – und die Kinder der Intensivklasse an der Westwallschule jubeln. Das Gelernte hat den jungen Flüchtlingen nämlich Spaß gemacht: Freudig singen sie „Die Jahresuhr“, üben dabei die Monatsnamen und die Bedeutung neuer Wörter. 

„Wir sprechen und reden sehr viel miteinander, um Deutsch zu lernen“, erklärt Gunter Best, „und Lieder transportieren Sprache besonders gut“. Seit zwei Wochen gibt es die Klasse an der Westwallschule. Nötig waren dafür zehn teilnehmende Kinder, mit weniger gibt es lediglich einen Intensivkurs, erklärt Schulleiterin Carmen Best – statt den 18 Wochenstunden wären das drei plus eine pro Kind. Ein Jahr lang haben die Kinder ein Anrecht auf die Intensivklasse.

„Für uns ist die Einrichtung der Klasse gut, weil die Kinder viel kontinuierlicher Unterricht bekommen und wir besser auf ihre Unterschiede eingehen können“, sagt Carmen Best. Seit zwei bis acht Monaten sind die Mädchen und Jungen in Deutschland, sie kommen teils aus unterschiedlichen Ländern, einige haben schon im Herkunftsland die Schule besucht, andere haben dort noch nicht das Alphabet gelernt. 

Die Kinder, die schon mehr Deutsch gelernt haben, besuchen nicht alle Stunden der Intensivklasse: „So kann ich mich mehr um die kümmern, die mehr Förderung brauchen, während die anderen sich in ihre Klassengemeinschaften integrieren“, erklärt Gunter Best.

Die Kinder lernen mit Lese- und Arbeitsbüchern, dabei ist auch eine Sprach-CD, mit der sie zuhause mehr gesprochenes Deutsch hören.

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