Uplandgemeinde übergibt neues Staffellöschfahrzeug an die Freiwillige Feuerwehr Willingen

Investition in Sicherheit der Bevölkerung

Übergabe des neuen Staffellöschfahrzeugs: Unser Bild zeigt von links nach rechts Michael Finken (Wuttig-Feuerschutz GmbH), Bürgermeister Thomas Trachte, Gemeindebrandinspektor Jürgen Querl, Wehrführer Detlef Emde, Andreas Apeldorn (Rosenbauer Deutschland GmbH), den Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbands Waldeck-Frankenberg, Manfred Hankel, den stellvertretenden Gemeindebrandinspektor Jürgen Schalk und den Vorsitzenden der Upländer Gemeindevertretung, Detlef Ückert. Foto: Ulrike Schiefner

Willingen - Eine Investition in die Sicherheit der Bevölkerung und der Gäste: Die Uplandgemeinde hat ein Staffellöschfahrzeug (StLF 20/25) angeschafft. Bürgermeister Thomas Trachte übergab es am Samstag an die Freiwillige Feuerwehr Willingen.

Das neue Fahrzeug ersetzt das bisherige Tanklöschfahrzeug (Baujahr 1987), das ausgemustert wurde. Es wurde an einen türkischen Geschäftsmann aus Attendorn verkauft und ist jetzt in dessen Heimat am Schwarzen Meer im Einsatz.

Bei dem StLF 20/25 handelt es sich um ein reines Löschfahrzeug. „Es entspricht genau unserem Bedarf“, so Gemeindebrandinspektor Jürgen Querl. Es hat 4000 Liter Wasser an Bord - wichtig insbesondere mit Blick auf die Tatsache, dass es in der Großgemeinde einige Ecken gibt, an denen eine ausreichende Löschwasserversorgung nicht gewährleistet ist - sowie 120 Liter Schaummittel. Die Besatzung des 290 PS starken Fahrzeugs besteht aus einer Staffel, also sechs Feuerwehrleuten.

Die Anschaffungskosten, die im vollen Umfang von der Gemeinde getragen wurden, beliefen sich auf 290000 Euro. Eine gemeinsame Ausschreibung mit der Gemeinde Diemelsee, die das gleiche Fahrzeug gekauft hat, führte dabei zu einer Kosteneinsparung.

Die Willinger Feuerwehr hat das StLF 20/25 bei der Firma Rosenbauer in Luckenwalde übernommen. „Wir haben schon ein baugleiches Fahrzeug und wissen, wo die Köpfe sind“, betonte Jürgen Querl. Es muss also keine Extra-Schulung mehr erfolgen.

Der Gemeindebrandinspektor wies darauf hin, dass sich die Ausrüstung der Feuerwehren in der Uplandgemeinde auf einem sehr guten Stand befindet. Die Vorgaben des Bedarfs- und Entwicklungsplans sind weitestgehend abgearbeitet. Es stehen in nächster Zeit noch zwei Ersatzbeschaffungen im Rahmen der Landesbeschaffungsaktion an: Rattlar bekommt in diesem Jahr ein TSF-W, Welleringhausen ist voraussichtlich 2016 an der Reihe.

Jürgen Querl stellte den großen Stellenwert heraus, den die freiwilligen Feuerwehren in der Gesellschaft haben, und insbesondere auch die Bedeutung der Ortsteilwehren. „Es gibt keine Alternative dazu“, erklärte er mit Verweis auf den kostenlosen Personaleinsatz und die rund um die Uhr bestehende Bereitschaft. „Eine Berufsfeuerwehr würde jährlich zwei bis drei Millionen Euro allein an Lohnkosten verursachen. Das wäre für unsere Gemeinde nicht zu stemmen.“

Der Dank des Gemeindebrandinspektors galt dem Bürgermeister und allen gemeindlichen Gremien. „Die Politik steht voll hinter uns und darauf sind wir ein bisschen stolz. Trotz der angespannten Haushaltslage müssen wir nicht betteln.“

„Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass die Feuerwehr die Ausrüstung bekommt, die sie braucht“, erklärte Bürgermeister Thomas Trachte, der den Dank zurückgab. Er würdigte die hohe Qualifikation der Feuerwehrleute, ihr Fachwissen, ihre Motivation, die Einsatzfreude und die stete Bereitschaft, sich fortzubilden.

Namens des Kreisfeuerwehrverbands gratulierte dessen Vorsitzender Manfred Hankel zum neuen Fahrzeug. Andreas Apeldorn (Firma Rosenbauer) und Michael Finken (Wuttig-Feuerschutz) dankten der Gemeinde und der Wehr für das neuerlich bewiesene Vertrauen.

Die Übergabe des Fahrzeugs bot zugleich Gelegenheit zur Pflege der Geselligkeit. Die Willinger Kameraden freuten sich über viele Gäste, darunter Vertreter der Upländer Politik, Bürgermeister Volker Becker (Diemelsee), Pfarrer Christian Röhling und Abordnungen der benachbarten und befreundeten Feuerwehren. Von Ulrike Schiefner

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