Korbach: Schäferhund war im November in erbärmlichem Zustand gefunden worden

„Jacky“ auf dem Weg der Besserung

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- Korbach (r). Als der Schäferhund am 26. November vergangenen Jahres auf einem Hundeplatz in Bad Arolsen gefunden wurde, war er in einem erbärmlichen Zustand (WLZ berichtete). Mittlerweile wurde anhand der Tätowierung herausgefunden, dass der Hund Jacky heißt und acht Jahre alt ist.

Vom Züchter sei er verschenkt worden, als er ein Jahr alt war. Der neue Besitzer habe ihn schließlich vor rund zwei Jahren weiterverschenkt – „wohin, weiß man nicht!“, berichtet das Team vom Tierheim. Der Tierschutzverein hat Anzeige wegen Tierquälerei bei der zuständigen Polizeibehörde erstattet. Der Vereinsvorstand hofft noch, den letzten Halter herauszufinden. Die tierärztlichen Untersuchungen ergaben bei Jacky den Verdacht auf eine Autoim­mun­erkrankung. Er bekomme nun hochdosiert Kortison sowie weiterhin Antibiotika, so dass sich der jammervolle Zustand des Tieres langsam bessere.

„Die Schwellungen an den Läufen haben sich etwas zurückgebildet und Jacky bewegt sich nun schon ein wenig mehr. Auch das Hautbild hat sich verbessert; das Fell wächst nach und Jacky hat seit seiner Ankunft im Tierheim mittlerweile fünf Kilogramm zugenommen“, beschreiben die Mitarbeiter des Tierheims. Er werde wohl niemals in der Lage sein, problemlos zu laufen; das nächste Ziel sei, ihm ein annähernd schmerzfreies Dasein zu ermöglichen.

Viele Menschen hätten Anteil an Jackys Schicksal genommen, sich nach seinem Befinden erkundigt oder seine medizinische Versorgung mit Spenden unterstützt. „Wir möchten uns dafür herzlich bedanken“, unterstreicht das Team vom Tierheim. Auch habe es bereits viele Anfragen nach Jackys Vermittlung gegeben. Für eine Vermittlung müsse sich der Zustand des Hundes erst weiter stabilisieren. Zu gegebener Zeit wird das Team ein neues Zuhause für ihn auswählen, das seinen Bedürfnissen am ehesten gerecht wird.

Dank richtet das Team des Tierheims auch an all jene Frauen und Männer, die Weihnachten an die Tierheimbewohner gedacht hätten. Mit Futter, Leckerlis, Decken, selbst gebackenen Hundekeksen, Spielsachen, Kratzbäumen, Geldspenden und dergleichen mehr hätten die Menschen den Tieren den doch oft langweiligen Tierheimalltag aufgehellt.

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