Karl-Heinz Becker wird neuer Ehrenkönig in Niederorke · Elias Pohlmann regiert den Schützennachwuchs

Mit 76 Jahren Schützenkönig: Werner Thul verblüfft sie alle

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Vöhl-Niederorke - Zum Königwerden ist man nie zu alt - das bewies Werner Thul beim Vogelschießen des Schützenvereins Niederorke.

Dem Schützenfest in Niederorke vom 26. bis 29. Juli steht nichts mehr im Wege: Seit Samstag stehen die neuen Regenten im Orketal fest.

Nach dem Königsfrühstück des noch amtierenden Schützenkönigspaares Robert Franke und Gisela Kalhöfer machte die Jugend des Vereins den Anfang beim Vogelschießen, das zum dritten Mal im Freien, auf dem Festplatz, stattfand.

Die Anwärter bewiesen Treffsicherheit und dennoch geduldige Ausdauer. Erst mit dem 126. Schuss aus dem Luftgewehr war der Wettstreit beendet. Elias Pohlmann hatte schon längst Platz gemacht für den nächsten Schützen, doch dieser kam nicht mehr zum Zuge - der Holz-adler kippte zuvor nach hinten um. Ein verdutzter und doch stolzer Elias nahm zahlreiche Glückwünsche entgegen, unter anderem von Lea Kalabis, die noch bis zum Fest die Jugendkönigskette trägt.

Der Adler des Ehrenkönigs vertrug nicht einmal halb so viele Schüsse. Der Wettstreit der ehemaligen Könige und Mitglieder über 60 Jahre war ein Zweikampf und nach dem 61. Schuss aus dem Kleinkaliber beendet: Karl-Heinz Becker - Regent von 2001 bis 2003 - wird neuer Ehrenkönig und Nachfolger von Werner Kunnes.

Dann kamen Reichsapfel und Zepter zum Einsatz. Sprich: Die Nachfolger von Falko Mitze und Petra Hilgers als Adjutanten wurden gesucht. Und eine knappe Stunde später auch gefunden. Erster Ritter wurde Torsten Pohlmann mit dem 89. Schuss. Als zweiter Ritter nahm Carolin Schöneweiß nach 67 weiteren Schüssen Glückwünsche entgegen.

Und wem würden die letzten Glückwünsche gehören? Nach ein, zwei „Denkpausen“ drängte unter den Augen des Kreiskönigspaares Heinz und Marianne Müller ein Trio auf die Entscheidung um die Königswürde. Um 18.54 Uhr stand schließlich nach 95 Schüssen der 22. Schützenkönig der Niederorker fest: Werner Thul; gleichzeitig der älteste der Vereinsgeschichte.

Damit war ein geselliger Abend auf dem Festplatz eingeläutet.

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