Mit 44 Ausstellern Rückgang gegenüber dem Vorjahr

„Job Day“ am 21. Mai im Bürgerhaus

+
Laden Schulabgänger und Eltern zum „Job Day“ ein (v.l.): Hans-Peter Marks und Tanja Seraphin von der Kreishandwerkerschaft sowie Ute Hetzler und Bernd Wilke, Arbeitsagentur.

Korbach - Die Präsentation regionaler Ausbildungsmöglichkeiten und Raum für Gespräche sollen beim „Job Day“ Schulabgängern die Berufswahl erleichtern.

Manch Schulabgänger hat noch keine Ahnung, welche Arbeit er ergreifen will, andere wollen wissen, wie sie ihren Wunschberuf erreichen: Für beide soll der „Job Day“ von Agentur für Arbeit und Kreishandwerkerschaft eine Hilfe sein. 44 Aussteller informieren am 21. Mai vorrangig über duale Ausbildungen in Waldeck-Frankenberg. Geladen sind junge Menschen, die in diesem oder nächsten Jahr die Schule abschließen. Nicht nur der kaufmännische Bereich oder das Hotel- und Gaststättengewerbe, auch weniger verbreitete Ausbildungsberufe wie Steinmetz und Optiker präsentieren sich.

Auch Bachelorstudiengänge, die Beruflichen Schulen Korbach und Bad Arolsen und das Studienzentrum Brilon werden vorgestellt. Der Bewerbungs-check von Dual Regional, Studien und BAföG-Beratung sollen Hindernisse aus dem Weg räumen - für ersteren sollen die Jugendlichen Bewerbungsunterlagen mitbringen.

Einfacherer Rahmen

Veranstaltungsort ist dieses Jahr das Korbacher Bürgerhaus, geöffnet ist von 9 bis 16 Uhr: „Die Aussteller wollten, dass wir das ganze räumlich komprimieren“, erklärt Bernd Wilke, operativer Bereichsleiter der Agentur für Arbeit Korbach. Statt großer Werbestände habe jeder Aussteller einfach einen Tisch und Stühle, sagt Hans-Peter Marks von der „Ausbildungsoffensive“ der Kreishandwerkerschaft: „Das ist ein Rahmen für Vier-Augen-Gespräche.“

Mit dem Ortswechsel zusammen hängt auch der Rückgang von 57 auf 44 Aussteller, erklärt Ute Hetzler, Sachbearbeiterin beim Berufsbildungszentrum: „Auf dem Gelände der Kreishandwerkerschaft war für die Innungen mehr möglich.“

Werben für Ausbildung

Die Zahl der teilnehmenden Betriebe sei aber stabil geblieben - für sie sei es ein Kampf, Schulabgänger für die 580 offene Ausbildungsstellen im Landkreis zu gewinnen, erklärt Bernd Wilke. Die Vielzahl an vergleichbaren Veranstaltungen in der Region zeige die große Nachfrage nach Azubis - was auch Chancen biete: Hauptschüler hätten größere Möglichkeiten denn je, eine Ausbildung zu ergattern.

Schulabgängern sei oft gar nicht klar, welche Möglichkeiten es in Waldeck-Frankenberg für sie gebe, sagt Hans-Peter Marks. Dafür sei auch der unübersichtliche Ausbildungsmarkt verantwortlich: Die Änderung von Namen und Inhalten der verschiedenen Ausbildungen gehe auch an Eltern oft vorbei - dabei seien sie für gewöhnlich der erste Ansprechpartner. Beim „Job Day“ seien sie deshalb willkommen. „Sie sollen sehen, dass weiterführende Schulen nicht immer das beste sind“, sagt Tanja Seraphin, Fachbereichsleiterin für Projekte der KHW.

Von Wilhelm Figge

Kommentare