Am 15. April im Korbacher Bürgerhaus: 52 Firmen der Region stellen sich vor

„Job-Day“ gibt Einblick in Berufswelt

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(V. l.) Ute Hetzler und Heike Fleischmann von der Agentur für Arbeit sowie Gerhard Brühl und Hans-Peter Marks von der Kreishandwerkerschaft laden zum „Job-Day“ ein. Foto: Marianne Dämmer

Korbach - Vom Fachinformatiker bis zur Bankkauffrau, von der Elektronikerin bis zum Physiotherapeuten: Beim „Job-Day“ am 15. April in Korbach bieten 52 Unternehmen Informationen aus erster Hand über eine Vielzahl von Berufen - die Chance für Schüler und Eltern, sich zu orientieren.

Der „Job-Day“ ist (wie) gemacht für Schülerinnen und Schüler, die noch mit der Berufswahl beschäftigt sind oder schon die Abschlussklassen besuchen und noch keinen Ausbildungsplatz haben: 52 Unternehmen aus der Region stellen sich am 15. April von 9 bis 16 Uhr im Korbacher Bürgerhaus den Fragen der Jugendlichen, präsentieren ihre Unternehmen und die unterschiedlichsten Ausbildungsberufe. Damit haben die Jugendlichen eine gute Möglichkeit, sich umfassend und direkt aus erster Hand zu informieren. Außerdem wird wie in den Jahren zuvor ein Bewerbungs-Check und Bafög-Beratung geboten. Veranstaltet wird der „Job-Day“ von der Agentur für Arbeit in Korbach und der Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg.

Das Interesse von heimischen Firmen am „Job-Day“ sei in diesem Jahr besonders groß gewesen. Acht Betriebe mehr als im vergangenen Jahr nehmen daran teil, darunter sechs neue Firmen; aus Platzgründen hätten die Organisatoren auch Absagen erteilen müssen, sagt Ute Hetzler. Dabei präsentieren sich kleinere, inhabergeführte Betriebe ebenso wie größere Unternehmen und weltweit agierende Konzerne.

„Die Betriebe suchen händeringend nach Auszubildenden, buhlen um Bewerber, um ihre Betriebe aufrechtzuerhalten“, erklärt Gerhard Brühl, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg das große Interesse der Unternehmen. So gebe es kreisweit zum Beispiel nur noch 20 Auszubildende im Dachdeckerhandwerk. Sinke die Zahl weiter, könnten keine Fachklassen mehr vor Ort gebildet werden, Betriebe könnten sich nicht halten - das hätte auch Auswirkungen für die Kunden. So hofft Brühl, „dass möglichst viele interessierte Schüler die Chance nutzen, mehr über die Vielfalt an dualen Ausbildungsberufen zu erfahren, die in der Region geboten werden“.

„Nichts geht über ein Gespräch mit dem Praktiker, wenn man mehr über einen Beruf erfahren möchte“, wirbt auch Heike Fleischmann von der Berufsberatung der Agentur für Arbeit für einen Besuch beim „Job-Day“. Damit spricht sie nicht nur Schüler, sondern auch deren Eltern an, sich ein Bild über die aktuellen Möglichkeiten zu verschaffen. Immerhin gebe es inzwischen 350 Berufe auf dem dualen Ausbildungsmarkt, aus denen sich wählen lasse - mit gutem Weiterbildungsangebot, unterstreicht Brühl: „Wir müssen uns von der Vorstellung verabschieden, dass mit der Berufswahl ein ganzes Leben in Stein gemeißelt ist - das Handwerk bietet heutzutage so viele Möglichkeiten.“ Außerdem sei der „Job-Day“ eine gute Gelegenheit, Kontakte zu Firmen für ein Praktikum zu knüpfen.

Von Marianne Dämmer

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