Das Sinfonische Bläserorchester Korbach/Lelbach und Gäste bereiten einen außergewöhnlichen Konzertabend

Junger Pianist wird zum Star des Abends

Korbach - Einen musikalisch ebenso schwungvollen wie fulminanten Abend bereiten drei heimische Orchester am Samstag einem großen Publikum in der Korbacher Stadthalle. Vor allem das Sinfonische Blasorchester Korbach/Lelbach und der Pianist Christoph Gavel brillierten.

Die Tondichtungen des berühmten amerikanischen Komponisten George Gershwin sind den Musikern des Sinfonischen Blasorchesters Korbach/Lelbach längst keine Unbekannten. Doch die „Rhapsody in Blue“ für Klavier und Orchester hatten sie bislang noch in keinem ihrer Konzerte aufgeführt – bis Samstagabend. Da entfalteten sie in der Stadthalle die ganze Pracht des 1924 uraufgeführten Meisterwerks, das Jazzelemente und Soundeffekte in der Kunstmusik integriert, und einer stand – neben dem Dirigenten Rainer Horn – ganz besonders im Mittelpunkt: der junge Pianist Christoph Gavel. Er trat am Flügel als Solist auf und wurde mit seinem Spiel zum Star des Abends. Auf Einladung von Rainer Horn hatte der 18-jährige Schüler der Alten Landesschule über ein Jahr lang zusammen mit seiner Lehrerin Tatjana Kouper mit dem Stück gearbeitet und sich auf den Auftritt vorbereitet; die stehenden Ovationen, mit denen er und das Orchester schließlich bedacht wurden, bewiesen, dass sich das Engagement mehr als gelohnt hatte. Mit „Ein Amerikaner in Paris“, ebenfalls von Gershwin komponiert, hatte das Orchester sein Konzert eröffnet, um dann in prachtvoller Besetzung ein Hörvergnügen nach dem anderen zu bieten. Neben der modernen Komposition des Trompeters Steve Reineke „Rise of the Firebird“ mit seinen schnellen und satten Tönen stachen speziell die Interpretation des irischen Tanzstücks „Shepherds Hey“ und ausgewählte Melodien aus James-Bond-Filmen hervor. Den ersten Teil des Konzerts hatten Nachwuchsbläser gestaltet: Die Big Band der Alten Landesschule unter Leitung von Rainer Horn spielte drei Stücke, darunter vor allem gelungen das schwungvolle „Brazil“. Einer besonderen Herausforderung stellte sich außerdem das „Samstag-Morgen-Nachwuchsorchester“ unter Leitung von Michael Kuhaupt: Das große Ensemble, in dem ganze Familien jeden Samstagvormittag in der Musikschule zusammen musizieren, besteht erst seit wenigen Monaten und hatte seinen ersten Auftritt vor großem Publikum. Mit den Stücken „Island Empire Marsch“, „I believe I can fly“, „Tage wie diese“ und dem lässig swingenden „King oft the Road“ kam es so gut an, dass eine Zugabe selbstverständlich wurde.

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