Korbach

Kanonendonner am Rande der Stadt erinnert an "Schlacht bei Korbach"

- Korbach. In ein Lager unzähliger Kanoniergruppen verwandelte sich Hartmanns Bäumchen am Samstag. Dort erinnerten sich die Waldecker Kanoniere mit lautem Donner an die „Schlacht bei Korbach“ vor 250 Jahren.

Die Anwohner waren gewarnt: Es könnte den Tag über etwas lauter werden. Und tatsächlich: Als die Mittagsruhe, die wegen der glühenden Hitze schon fast einer Siesta glich, vorbei war, feuerten die Wal­decker Kanoniere nach und nach aus allen Rohren.

Dabei erwies sich, dass längst nicht die Größe über den höchsten Schallpegel entscheidet. Die gastgebende St. Barbara, eine Formation der Schützengilde 1377 Korbach, präsentierte ihre beiden historischen Nachbauten und stopfte sie immer wieder mit „Harzer Power“ und Papiertüchern. Kanonierchef Egon Eirund hatte das Treffen mithilfe der Korbacher Gastgeber organisiert.

Ein Treffen der Kanoniere wäre vor 250 Jahren wohl anders verstanden worden als heutzutage. Im Jahr 1760 waren nämlich zu Zeiten des Siebenjährigen Krieges französische auf englische und Braunschweiger Truppen gestoßen. Die Schlacht in der Nähe des Veranstaltungsortes hatte 1000 Menschenleben gefordert.

Friedlich standen dagegen am Samstag Vertreter aus Landau, Freienhagen, Neudorf, Berndorf oder Schmillinghausen Seite an Seite und tauschten sich aus. Mit die weiteste Anreise hatten die Traditionskanoniere aus Guxhagen und die „Klosterschützen Bredelar“. Insgesamt waren 19 Gruppen anwesend. (den)

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