Helmscheider feiern „fünfte Jahreszeit“

Karneval von glamourös bis derb

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Korbach-Helmscheid - Drei Tage lang haben die Helmscheider Karneval gefeiert – Witze und Sketche sorgten für viele Lacher, besonders Tanz und Musik begeisterten.

Helene Fischer, Anna-Maria Zimmermann und Andreas Gabalier auf einer Bühne – authentisch kostümiert zogen Madeleine Dämmer, Anne Götzen und André Dämmer mit der letzten Nummer einen passenden Schlussstrich unter die Showabende des Helmscheider Karnevals. Starimitationen, Musik und Tanz begeisterten. Sportverein, Feuerwehr und Chor hatten Freitag und Samstag zu dem närrischen Treiben geladen.

Karnevalistische „Raketen“ verdienten sich besonders zwei Tanznummern: Glamourös legten Natalie Kufel, Irina und Marisa Saure ihren Charleston auf Publikumsnachfrage gleich zweimal hin. Ebenso großen Anklang fanden Pascal und André Dämmer mit ihrem Handtuchtanz – Clou der Nummer waren das Verheddern und die Befreiungsversuche der Tänzer.

Zusammen mit den anderen Tanz-Jungs Stefan Jedwabny, Christian Sippel und Kevin Behle bewegten sie sich auch zu „A Sky full of Stars“ über die Bühne – dem Wunsch nach einer Zugabe kamen sie nach, dem nach „Ausziehen“ nur bis zur langen Cowboy-Unterwäsche. Flott und perfekt im Takt präsentierten Andreas Jochem, Madeleine Behle, Natalie Kufel, Marisa Saure, Thomas Westmeier, Irina Saure und Florian Kraft Rhythmen auf Regentonnen und einem zur Basstrommel umfunktionierten Gymnastikball – nur unterbrochen von Markus Hübel, der mit ernster Miene leise sein Regenrohr rasseln ließ, bevor er ohne Worte von der Bühne verschwand.

Für Lacher sorgte er schon zusammen mit „Schmusekatze“ Felix Bunjak mit der Micke-Krause-Nummer „Geh mal Bier hol‘n“. Auch der „Gustav Rap“ sowie das Ungelenk-Ärztemedley kamen gut an. Die „Waldecker Herzbuben“ Borris Neuhaus und Michael Nagel empfingen die „Geschwister Hoffmann“, besser bekannt als Timo Jerchel und Marco Stuckenschneider.

Auch ein buntes Programm an Sketchen bot sich den Gästen: So sinnierten Christian Sippel und Florian Saure im Stil von „Mundstuhl“, derb wurde es bei „Stuhlgang im Gefängnis“ der „Sache mit dem Kreuz“ und dem „Deutschkurs für Türken“ – die im Übrigen vor dem Unterricht durch Felix Bunjak perfektes Deutsch sprachen. Höhepunkte waren Thomas Westmeier als „Tod beim Herzblatt“, der seine Angebetete mit Schnittblumen für sich zu gewinnen versuchte, und der eskalierende Kleinkrieg zwischen einem Politiker und einem Gebärdendometscher. Mit Späßen und Spitzfindigkeiten durch das Programm führte Manfred Rummel – der zuvor als „rheinische Jong“ eine Viertelstunde lang Witze abgefeuert hatte. (wf)

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