Korbach

Kehraus auf den Straßen

- Korbach (jk). Nach Sturm „Xynthia“ gab es für den Korbacher Bauhof zum Wochenbeginn doppelt Arbeit: Folgen von Sturm und Frost auf den Straßen, in der Fußgängerzone und in den Parks sind zu beseitigen.

Feuerwehr, THW und Polizei waren am Sonntag in Waldeck-Frankenberg pausenlos im Einsatz. Vor allem im Frankenberger Land hinterließen die Orkanböen teils kräftige Schäden (wir berichteten). Überall in den heimischen Wäldern herrscht nach wie vor Gefahr durch fallende Äste oder knickende Bäume. In der Kreisstadt Korbach ging der Sturm noch glimpflich ab. „Vorsichtshalber hatten wir die Straße zwischen Eppe und Hillershausen für vier Stunden am Sonntag gesperrt“, bilanzierte am Montag Korbachs Bauhofchef und Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt auf WLZ-Nachfrage. Abgedeckte Dächer oder gar verletzte Menschen gab es hingegen nicht. Trotzdem hatte der Bauhof gestern reichlich zu tun. Die Sturmböen hatten Bäume und Büsche ordentlich zerzaust. Deshalb war auf Straßen, Bürgersteigen und in den Grünanlagen ein Kehraus angesagt. In der Fußgängerzone ging es am frühen Morgen los, mit Motorgebläse waren zwei Gruppen des Bauhofs aber auch an vielen anderen Stellen unterwegs. Dabei wird das Reinemachen wohl noch die Woche über andauern, signalisiert Friedhelm Schmidt: „Wir können nicht ganz Korbach im Handumdrehen wie mit dem Besen fegen.“ Devise des Bauhofs ist dabei, den üppigen Splitt vom langen Winter gleich mit zu beseitigen. Unterdessen waren weitere Trupps des Bauhofs mit Flickwerk auf den Straßen beschäftigt. Seit voriger Woche werden zunächst die tiefsten Löcher in den Korbacher Straßen gestopft. Der Asphalt wird dabei abgeflämmt, dann ein Bindemittel aufgesprüht – um die Löcher schließlich mit schwarzer Bitumenmasse zu füllen. Der lange und harte Winter bescherte Frostschäden wie seit Jahrzehnten nicht mehr. So bittet Friedhelm Schmidt die Autofahrer und Anwohner um etwas Geduld: Zuerst werden die dicksten Löcher auf den Hauptdurchgangsstraßen gestopft, danach geht es an die kleineren Schäden und in die Nebenstraßen. Die Reparaturen dürften allein in Korbach also noch Wochen dauern.

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