Immighausen

Kein Zwerg, sondern ein Giftzwerg

- Lichtenfels-Immighausen. Kurvige Straßen, dichte Wälder, viele Sehenswürdigkeiten: Der Landkreis ist für Menschen, die Ausfahrten mit Kultur verbinden wollen, Gold wert. In Lichtenfels machten 21 Fans des Oldtimers „Steyr-Puch 500“ Station und erkundeten beeindruckt die Gegend.

Wer einmal in einem Steyr-Puch 500 gesessen hat, der ist vom Autofieber gepackt, ist sich Dr. Jörg Schürmann sicher. Dieser luftgekühlte Boxermotor! Diese einprägsame Karosserieform! Diese sportlichen Sitze, schwärmt der Wahl-Lichtenfelser und Organisator der Sommerausfahrt des Steyr-Puch-Freundeskreises. Von Gut Schaaken aus brachen sie am Wochenende Richtung Korbach, Altwildungen, Bergfreiheit und Frankenberg auf.Der Freundeskreis ist ein eingeschworenes Grüppchen. Sogar aus Bern reisten die Autofahrer am Wochenende nach Lichtenfels an. Autobahnen waren dabei aber tabu. Denn obwohl unter der Haube der 500-er ein äußerst agiles Herz schlägt, geht es den Puch-Fans nicht um Geschwindigkeit. Eher schon um das Erlebnis beim Reisen, das Rustikale, das Reduzierte.„Der Mini ist viel zu feudalistisch“, findet denn auch Puch-Kenner Schürmann folgerichtig und schwört auf Lenkung ohne Servounterstützung und die robuste Karosserie, die so manchen Stoß locker abfängt. „Die Motoren sind für bis zu 7000 Umdrehungen ausgelegt. Und das Ganze hält heute noch wie am ersten Tag“, begeistert er sich.Die Faszination liegt auch in dem „sportiven Ruhm ohne Ende“ begründet, wie der Lichtenfelser es ausdrückt: Bergetappen, Rallyemeisterschaften, Nürburgring, Tourenmeisterschaften, auf deutscher und internationaler Ebene – der kleine Puch sahnte bei vielen Rennen ordentlich ab. „Er ist eigentlich ein Zwerg“, gibt Dr. Schürmann zu und fügt lächelnd an: „Aber ein Giftzwerg.“Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ-Ausgabe vom Mittwoch, 14. Juli 2010.

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