Die heutige EM-Partie Italien gegen Deutschland kann auch im Eheleben einiges durcheinander bringen

Keine Furcht vorm Angstgegner

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Das Fußballfieber steigt. Carlo und Daniela Netto, hier mit Carlos’ deutscher Mutter Ursula, stehen auf Grün-Weiß-Rot und er wäre sehr traurig, wenn der Sieg an Schwarz-Rot-Gold gehen würde.

Korbach/Usseln. Angstgegner Italien. Hinweg mit diesen trüben Gedanken! Mutgegner Italien. Das hört sich schon besser an.

Eine deutsche Mannschaft hat zwar bisher noch nie bei einer Europa- oder Weltmeisterschaft gegen die Kicker aus dem Stiefelland gewonnen, aber die Chancen dafür waren wohl noch nie so groß wie heute Abend im EM-Viertelfinale (21 Uhr).

Die Abwehr im Team von Bundestrainer Löw steht bei diesem Turnier italienisch gut und auch das Tempo, dass das Ensemble um den Dirigenten Toni Kroos momentan anschlägt, könnte den blau-weißen Taktik- und Defensivkünstlern diesmal wirklich zu schnell sein. Und wenn nicht?

Die nicht nur auf dem Platz, sondern auch auf dem Sofa sehr temperamentvoll geführte Partie, bringt möglicherweise für einen kurzen Moment auch Ehen und Partnerschaften an den Rand der Niederlage, wenn das eine Herz für Deutschland und das andere für Italien schlägt.  Das ist bei Emanuele und Iris Marini aus Usseln so. Bei Daniela und Carlo Netto ist die Streitgefahr wegen diesen 22 Männern, die hinter einem Ball herlaufen, hingegen eher gering, denn sie halten zu den Italienern, obwohl sie in Deutschland geboren wurden.

Diese zwei Paare öffnen für einen Moment ihre Gefühle für ein Land, obwohl sie beide mögen. Eins steht fest: Es wird heute Gewinner und Verlierer geben. Aber nach dem ersten Schmerz der Niederlage, da sind sich alle Paare einig, wird die Liebe zum Partner stärker sein als die Liebe zum Fußball.

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