Sanierungsarbeiten an Korbacher Gotteshaus haben begonnen:

Der Kilian bekommt einen neuen Helm

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Das Gerüst steht: Um die Turmhaube des Kilians aufwendig zu sanieren, haben die Bauarbeiter in der vergangenen Woche damit begonnen, die Spitze zu umrüsten.

Korbach - Arbeiten in luftiger Höhe: Seit vergangener Woche deutet ein Gerüst am Turm des Kilians an, dass die lange geplanten Bauarbeiten begonnen haben. Der Turmhelm wird aufwendig saniert.

Ein Schadensgutachten legte vor vier Jahren den Handlungsbedarf offen: Der Turmhelm der Kilianskirche ist sanierungsbedürftig. Balken sind morsch, Knotenpunkte müssen erneuert und Schiefer ausgewechselt werden.

Doch die Pläne für die Arbeiten in luftiger Höhe wanderten im April unerwartet noch mal zurück in die Schublade: „Damals verbot uns die Untere Naturschützbehörde, mit den Arbeiten zu beginnen“, erinnert Architekt Jürgen Kepplin, „der Wanderfalke brütete.“

Inzwischen ist klar: Der Turm wird vom Falken vorerst nicht mehr gebraucht und die Bauarbeiter haben das Startzeichen bekommen. Seit dem 10. Juni bringen sie nun Baumaterial, Gerüststäbe und Werkzeug auf den Turm. Ein Lastenaufzug erleichtert den Weg auf die Spitze. „Wir sanieren jetzt die komplette Holzkonstruktion des Turmhelms“, erklärt Kepplin. Morsche und verfaulte Balken werden ersetzt, mehr als 63 Knotenpunkte der Holzkonstruktion aufwendig überprüft. „Weil wir uns im denkmalpflegerischen Bereich befinden, wollen wir so viele alte Hölzer wie möglich wiederverwenden“, erklärt der Architekt. Die statische Ertüchtigung des Korbacher Wahrzeichens allerdings war unumgänglich.

Auf die Sanierung folgt dann die Verschieferung des Turmhelms. Sie soll bis Ende des Jahres komplett erneuert werden. Der neue Helm kann die Kilianskirche dann gut gerüstet in die nächsten Jahrzehnte begleiten.

Gottesdienstbesucher und Touristen sollen von den Bauarbeiten nicht zu stark in Mitleidenschaft gezogen werden. Ein kleiner Teil am Eingangsbereich ist entsprechend abgezäunt, über dem Haupteingang haben die Bauarbeiter ein Schutzdach eingerichtet. So soll das evangelische Gotteshaus auch während der nächsten Monate über den Turmeingang erreichbar sein. (resa)

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