Rhenegger Brandschützer zeigen Fahrzeuge und Ausrüstung

Kinder für die Feuerwehr begeistern

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Hier ist Geschick gefragt: Die kleinen Feuerwehrmänner und -frauen konnten sich schon einmal an der Wasserspritze versuchen.

Diemelsee-Rhenegge - Beim Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr Rhenegge am Samstag konnten die kleinen Besucher schon einmal ausprobieren, wie man sich wohl als richtiger Brandschützer fühlt.

Der Helm rutscht tief ins Gesicht, die Jacke mag nicht so recht passen und auch die Schläuche sind noch zu schwer für die kleinen Kinderarme: Doch Spaß gemacht hat den Kleinen der Ausflug in die Welt der Feuerwehr.

Rund 130 Mitglieder zählt die Rhenegger Wehr, die 1934 gegründet wurde. Darunter sind derzeit etwa 20 Aktive, die zu den regelmäßigen Übungsstunden kommen und bei Einsätzen ausrücken, berichtete Vereinsvorsitzender Joachim Röse. Eine Jugendfeuerwehr existiere derzeit eigentlich nur noch auf dem Papier, erklärte er. Denn es gebe nur zwei aktive Jugendliche aus Rhenegge. Doch, so hofft er, könnte das Fest helfen, einige Kinder und Jugendliche dafür zu begeistern, sich als freiwillige Helfer im Brandschutz des Dorfes zu engagieren.

Mitglieder, die genau dies seit ihrer Jugend getan haben, wurden am Samstag im feierlichen Rahmen geehrt: Kurt Wagner jun. und Eugen Hillemann bekamen die silberne Ehrennadel für ihre 40-jährige Mitgliedschaft in der Rhenegger Feuerwehr. Ein Jahrzehnt länger Teil der Wehr sind Christian Stede und Friedrich Berthold. Beide tragen deshalb von nun an die goldene Anstecknadel am Revers.

Im und um das Dorfgemeinschaftshaus stand bereits am Vormittag alles im Zeichen des Brandschutzes, als sogar Adorfer und Korbacher Gruppen mit ihren Einsatzfahrzeugen anrückten. Dabei stellten die Korbacher eindrucksvoll die Reichweite des großen Wasserwerfers ihres Tanklöschwagens vor. Im Anschluss an den offiziellen Teil bot sich den Besuchern an zahlreichen Stationen ein vielseitiger Einblick in die Arbeit der Feuerwehr. So konnte man beispielsweise gesammelte historische Utensilien, wie das Feuerwehrhorn und die Brandschutzkleidung der Rhenegger Helfer begutachten. Außerdem zeigte ein Blick in die derzeitigen Fahrzeuge vor allem die umfangreiche Ausstattung und technischen Neuerungen der Wehren.

Geschick beweisen

Doch die Besucher konnten auch selbst ihr Geschick als Brandschützer unter Beweis stellen und brennende Eimer löschen. An kleinen Modellen wurde zudem eine Staubexplosion simuliert und die rasante Rauchentwicklung in einem Haus dargestellt. In einem gänzlich abgedunkelten Raum führten die Feuerwehrmänner außerdem die Arbeit mit einer Wärmebildkamera auf praktische Weise vor: die Wehren nutzen diese Technik vor allem bei Bränden, um Menschen in verqualmten Räumen ausfindig zu machen und mögliche Brandherde schnell zu entdecken. (ik)

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