Am 17. April in der Nikolaikirche geht der Vorhang auf für mobiles Kino in der Hansestadt

Kino in besonderem Raum erleben

+
Organisatoren und Sponsoren geben das Signal für Erlebniskino: (v.l.) Pfarrerin Manuela Mohr, Kinobetreiber Friedrich Bähr, Björn Zarges (Sparkasse Marketing), Bürgermeister Klaus Friedrich, Denis Heller (Stadtverwaltung), Kai Bremmer (Geschäftsführer Kreishandwerkerschaft), WLZ-Chefredakteur Jörg Kleine und Sabine Neuhaus, Vorsitzende des Fördervereins Nikolaikirche. Foto: MW-Event

Korbach - Für die berührende Komödie „Honig im Kopf“ bietet die Nikolaikirche am 17. April den besonderen Raum. Organisatoren und Sponsoren gaben gestern das Signal zum mobilen Erlebniskino in der Hansestadt.

Kino auf großer Leinwand in einem ehrwürdigen gotischen Gotteshaus? Ja, das passt, sagt die Hausherrin mit viel Vorfreude auf den 17. April in der Nikolaikirche. Es muss aber der richtige Film sein. Für Pfarrerin Manuela Mohr und die evangelische Stadtkirchengemeinde rückt gerade die aktuelle Komödie „Honig im Kopf“ ein bedeutendes gesellschaftliches Thema ins Licht(spiel): die Sorge für ältere Menschen, denen ihr Gedächtnis, das Gefühl für Zeit und Raum, zunehmend schwindet.

Kinokarten für „Honig im Kopf“ im Vorverkauf

Medizinisch heißt das „Alzheimer“, im hintergründigen Kinofilm beschreibt es Regisseur und Schauspieler Til Schweiger vielsagend mit „Honig im Kopf“.

Im Film gerät eine Familie in die Zerreißprobe, weil der Großvater an Alzheimer erkrankt ist. Familienvater Niko (Til Schweiger) erkennt, wie Opa Amadeus (Dieter Hallervorden) immer mehr seine Erinnerung verliert. Nur ein Aufenthalt in Venedig, wo er ehedem seine Frau kennenlernte, ist Opa Amadeus lebhaft im Gedächtnis. Also beschließt die Enkelin Tilda (Emma Schweiger), mit ihrem Opa nach Venedig auszureißen, um ihn vorm Gang in ein Pflegeheim zu bewahren.

„Honig im Kopf“ ist dabei der Auftakt zu einer Serie von drei Vorstellungen mit mobilem Erlebniskino im laufenden Jahr. Partner sind die Stadt Korbach, die Kreishandwerkerschaft, die Waldeckische Landeszeitung und der Willinger Kinobetreiber Friedrich Bähr. Das Kino-Event am 17. April wird exklusiv präsentiert von der Sparkasse Waldeck-Frankenberg, die das Projekt namhaft unterstützt.

Einlass in der Nikolaikirche ist ab 18.30 Uhr, der Film beginnt um 19.30 Uhr. Der Kinoabend in der Nikolaikirche ist auf rund 200 Besucher begrenzt. Karten für das besondere Kino-Erlebnis gibt es deshalb im Vorverkauf online unter www.adticket.de oder www.reservix.de, im Bürgerbüro der Stadt (Rathaus), bei der Buchhandlung Schreiber (Prof.-Bier-Straße) oder in der Geschäftsstelle der Waldeckischen Landeszeitung (Lengefelder Straße).

Die Tickets kosten 8 Euro. Davon fließen jeweils 1,50 Euro für einen guten Zweck an den Förderverein der Nikolaikirche, der sich für die weitere Sanierung dieses herausragenden Baudenkmals in Korbach engagiert. Kirchengemeinde und Förderverein bieten beim Kinoabend für die Besucher auch Getränke und Häppchen an. Bei einem Glas Wein ist im Anschluss überdies Raum für Unterhaltung.

Das Thema „Alzheimer“ und Demenz im Alter steht beim folgenden Gottesdienst am Sonntag, 19. April, mit Dekanin Eva Brinke-Kriebel ebenfalls im Mittelpunkt.

Von Jörg Kleine

Kommentare