Dank an 18 Erzieherinnen und drei Raumpflegerinnen für bisherige Arbeit

Kirche jetzt Träger aller vier Kindergärten

Willingen (Upland) - 18 Erzieherinnen und drei Raumpflegerinnen haben ab Freitag einen neuen Arbeitgeber: Die Uplandgemeinde übergibt zum 1. August die beiden bisherigen kommunalen Kindergärten in Willingen und Eimelrod in kirchliche Trägerschaft.

In einer kleinen Feierstunde im Besucherzentrum dankte Bürgermeister Thomas Trachte den Mitarbeiterinnen am Mittwoch für ihren Einsatz, ihre Loyalität und ihre Leistung. Er erinnerte daran, dass bereits vor einiger Zeit über einen Gesamtverband als Träger der Kindergärten in Lichtenfels, Diemelsee und Willingen (Upland) nachgedacht wurde. „Das ist aber damals im ersten Anlauf gescheitert“, so der Verwaltungschef.

Im Upland wurde die Idee weiterverfolgt. Die Kirche, die schon seit langem Träger des Usselner Kilianskindergartens und des Schwalefelder Kindergartens „Kleiner Regenbogen“ ist, übernimmt nun auch die Regie bei der Willinger Kindertagesstätte und beim Eimelroder Naturkindergarten „Wurzel-Zwerge“. Hintergrund sind erhoffte Synergieeffekte, Kosteneinsparungen und eine Intensivierung der Arbeit.

Als Ziel nannte das Gemeindeoberhaupt den weiteren Ausbau der Kinderbetreuung. So werde angestrebt, auch in Usseln eine Ganztagsbetreuung anzubieten. „Wir arbeiten politisch mit aller Kraft an einer Weiterentwicklung.“ Nicht zuletzt wirke sich die Übergabe der Einrichtungen auch positiv auf die Bemessung von Pfarrstellen aus.

Der Bürgermeister betonte, dass sich der Gemeindevorstand viele Gedanken um die vom Arbeitgeberwechsel betroffenen Menschen gemacht habe. Er verstehe die damit verbundenen eventuellen Ängste, Ungewissheiten und möglicherweise bestehenden Vorbehalte. „Das Einkommen der Mitarbeiterinnen ist dauerhaft gesichert“, betonte er. Er gehe davon aus, dass die Erzieherinnen, die bisher viel Freiraum gehabt hätten, sich auch bei der Kirche wohlfühlen. „Ich bin überzeugt davon, dass die Kindergärten in angenehmer Atmosphäre zum Wohl der Kinder weitergeführt werden und dass alles glatt geht. Es wird alles sehr gut werden.“

Thomas Trachte wies darauf hin, dass die politische Gemeinde nach wie vor politischer Aufgabenträger sei, Eigentümer der Kindergartengebäude bleibe und 90 Prozent der ungedeckten Kosten trage. Bei den Mitarbeiterinnen bedankte er sich mit einem Blumenstrauß und einem Gutschein für ihre Arbeit.

Die Vorsitzende des evangelischen Gesamtverbands Upland, Pfarrerin Gisela Grundmann (Usseln), hieß die Mitarbeiterinnen der nun kirchlichen Kindergärten willkommen, auch im Namen von Pfarrer Christian Röhling (Willingen), der in Zukunft für die Kindergärten zuständig ist. Als Willkommensgruß überreichte sie ihnen einen Glückskäfer. „Sie hatten bisher Glück mit ihrem Arbeitgeber. Ich wünsche mir, dass das auch in Zukunft so bleibt.“

Pfarrerin Grundmann würdigte die gute Zusammenarbeit der Kirche mit der politischen Gemeinde, insbesondere mit Bürgermeister Thomas Trachte. Sie stellte den Erzieherinnen auch die stellvertretende Rentamtsleiterin Claudia Preising vor, die im Kirchenkreisamt unter anderem die Formalitäten und den „Schreibkram“ bezüglich der Kindergärten erledigt. (Ulrike Schiefner)

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