Kulturkalender bietet abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm

Klaus Lage und der Orgel-Revoluzzer

Korbach - Zwölf Tenöre, Rocklegenden, Klassik-Stars und Komödianten: Im Kulturkalender der Kreisstadt finden sich in der ersten Hälfte des neuen Jahres viele lohnenswerte Gastspiele für beinahe jeden Geschmack.

Der Kabarettist Christoph Sieber behauptet am Freitag, 16. Januar: „Alles ist nie genug!“ (20 Uhr, Stadthalle). Nach dem Neujahrskonzert mit dem Waldeckischen Kammerorchester (Samstag, 17. Januar, 19.30 Uhr, Stadthalle) legen „The 12 Tenors“ am Freitag 23. Januar, (20 Uhr, Stadthalle) einen Zwischenstopp auf ihrer Tournee in Korbach ein. „Vokalisten der Spitzenklasse“ versprechen ein Konzert mit dem Besten aus Klassik, Pop und Rock. In dem Ein-Personen-Stück „Montedidio“ von Erri de Luca ist Schauspieler und Regisseur Günther Treptow am Montag, 19. Januar, (19.30 Uhr, Stadtbücherei) zu sehen. „Musicals in Concert“ sind am Freitag, 30. Januar, (20 Uhr, Stadthalle) zu hören. Mit im Repertoire sind auch Hits aus dem neuen Musical „Rocky“. Rocksänger Klaus Lage lädt am Freitag, 6. Februar, zu einem „21 Lieder“-Abend ins Bürgerhaus ein. Sein Solo-Auftritt beginnt um 20 Uhr. Der Name ist Programm: Geboten werden 21 Songs aus fast 40 Jahren seiner Karriere. Und wahrscheinlich stimmt am Ende alles, nur der Programmtitel nicht mehr – wenn das Publikum es will… Legenden nachzueifern ist auch eine Kunst: Europas beste „Rolling Stones“-Show geht am Freitag, 13. Februar, über die Bühne der Stadthalle (Beginn 20 Uhr). „Voodoo Lounge“ heißt das Konzert der Band um Sänger Bobby Ballasch, von Beruf Rechtsanwalt. „Frau Müller muss weg“ heißt die Schul-Komödie von Lutz Hübner, die am Montag, 16. Februar, (20 Uhr) in der Stadthalle aufgeführt wird. „Konzerte sind dafür da, magische Momente zu schaffen, die einen nachhaltigen Eindruck beim Publikum hinterlassen. Wenn ich auf die Bühne gehe, bewahre ich meinen Kopf klar und leer, ich höre mehr als ich denke; dann lasse ich meine Ideen fließen.“ Dieses Statement wird bei Claire Huangci zum Versprechen: Die junge amerikanische Pianistin chinesischer Abstammung (geboren 1990) eroberte als Wunderkind, das im Alter von zehn Jahren ein Privatkonzert für US-Präsident Bill Clinton gab, die klassische Musikwelt. Sie stellt am Samstag 21. Februar, (19.30 Uhr, Stadthalle) ihr virtuoses Können unter Beweis. Auf dem Programm des ersten Korbach-Konzerts 2015 stehen Werke von Ludwig van Beethoven, Felix Mendelssohn Bartholdy, Frédéric Chopin und Richard Wagner/Franz Liszt. „Selbstbeherrschung umständehalber abzugeben“: Mit einem zunächst etwas sperrig klingenden Titel zeigt Torsten Sträter am Donnerstag, 5. März (20 Uhr, Stadthalle), wie er die noch junge Kunstform des Poetry-Slams (Dichterwettstreit) mit einem Kabarettprogramm verbindet. Sträter liest seine Geschichten vor und erzählt dazwischen seltsames Zeug. Was dabei herauskommt, nennt er selbst „tiefenentspannte Neurosendeutungslasagne“. Wohl bekommt’s. Nicht „Pur“ pur, aber Coverversionen der in den 90er-Jahren gefeierten Band um Hartmut Engler können Fans am Freitag, 6. März, (20 Uhr, Stadthalle) genießen. „Abenteuerland“ heißt die Devise des Abends. Ein weiteres Korbach-Konzert bestreiten am Samstag, 14. März, (19.30 Uhr, Stadthalle) Franziska Hölscher (Violine), Gabriel Schwabe (Violoncello) und Benjamin Moser (Klavier) mit Werken von Franz Schubert und Johannes Brahms. Zu einem Benefizkonzert kommt das Heeresmusikkorps Kassel am Dienstag, 17. März, 19.30 Uhr, in die Kilianskirche. Das Sinfonische Blasorchester Korbach/Lelbach tritt am Samstag, 21. März, 19.30 Uhr, in der Stadthalle auf. Fünf beliebte Darsteller aus dem Ensemble des Hamburger Ohnsorg-Theaters führen am Dienstag, 24. März, (20 Uhr, Stadthalle) ein Lustspiel von Nick Walsh auf. In „Genug ist nicht genug“ geht es um eine Geburtstagsfeier, die sich zu einem Fiasko entwickelt. Lässt sich Musik von Mozart, der britischen Komikergruppe Monty Python, von Johann Sebastian Bach, den Beatles und Rossini zugleich spielen? Diese Frage beantwortet das „United Kingdom Ukulele Orchestra“ am Freitag, 27. März (20 Uhr, Stadthalle). Die Musiker des von Peter Moss geleiteten Ensembles zeigen, dass alles erlaubt ist, wenn man eine Ukulele musikalisch gut beherrscht und dazu auch noch singen kann und nicht zuletzt eine gehörige Portion britischen Humors mitbringt. Das dritte Korbach-Konzert bringt Musiker des hr-Sinfonieorchesters nach Korbach. Diego Jascalevich (Charango/Gesang) und das Hába Quartett in der Besetzung Sha Katsouris (Violine), Hovhannes Mokatsian (Violine), Peter Zelienka (Viola) und Arnold Ilg (Violoncello) interpretieren Werke von Astor Piazzolla, Diego Jascalevich, Juan Bautista Plaza, Heraclio Fernández, Luiz Gonzaga und anderen. Das Konzert beginnt am Samstag, 18. April, 19.30 Uhr, im Korbacher Bürgerhaus. Zweifellos das Halbjahres-Highlight: Ein Konzert mit dem exzentrischen wie umjubelten Star-Organisten Cameron Carpenter am Donnerstag 30. April, um 19.30 Uhr in der Kilianskirche. Veranstalter ist der Förderverein Kirchenmusik Korbach. Alle Besucher können das Orgelspiel des US-amerikanischen Virtuosen auf einer Großbildleinwand verfolgen. Ebenfalls am 30. April (20 Uhr, Stadthalle) ist eine „Liebe-im-Alter“-Komödie von Peter Limburg mit Doris Kunstmann und Peter Fricke in den Hauptrollen zu sehen. „Möwe und Mozart“ heißt die Produktion. Thematisch in der Nähe bewegt sich das neueste Programm von Bernd Stelter: „Wer heiratet, teilt sich die Sorgen, die er vorher nicht hatte“. Der bekannte Comedian, TV-Moderator („Das NRW-Duell“) und Karnevals-Entertainer gastiert am Mittwoch, 6. Mai, erneut in Korbach (20 Uhr, Stadthalle). Die 66. Korbacher Theaterwoche findet vom 11. bis 16. Mai statt. Mitte Februar wählen Leitungsteam und Kuratorium aus den Bewerbungen die teilnehmenden Gruppen aus. Am Mittwoch, 3. Juni, beginnt um 19.30 Uhr ein Konzert der Maxim-Kowalew-Donkosaken in der Nikolaikirche.Weitere Informationen gibt es bei den Veranstaltern: www.kulturforum-korbach.de, www.evkirchekorbach.de., www.korbach.de. Eintrittskarten sind erhältlich bei: Geschäftsstelle der Waldeckischen Landeszeitung, Lengefelder Str. 6, Tel. 05631/560205, Bürgerbüro im Rathaus, Stechbahn 1, Tel. 05631/53232, Schreiber Bücher & Papier, Prof.-Bier-Str. 3, Tel. 05631/2061, und bei allen bekannten Vorverkaufsstellen. Von Thomas Kobbe

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