Benjamin Thomas eröffnet am Freitag in Dorfitter das „Fenster Fünf“

Das kleinste Restaurant der Region

+
Leidenschaft und Handwerk: Benjamin Thomas und Maik Scholl eröffnen am Freitag ihr kleines Restaurant in Dorfitter. Fotos: Demski

Vöhl-Dorfitter - Setzen, Essen, Weiterziehen: Nicht mit Benjamin Thomas. Wenn es nach dem Koch aus Dorfitter geht, dann ist jede Speise ein Erlebnis. Und dazu lädt er Besucher ab Freitag ins „Fenster Fünf“ ein - das kleinste Restaurant Nordhessens.

Am Anfang dieser Geschichte steht ein weißer, leerer Teller. Eine Prise Zwiebelsalz, etwas Pastinakenpüree, Schweinefleisch, Kraut und eine große Portion Passion später, ist daraus ein Märchen geworden. Ein köstliches. Benjamin Thomas will nicht nur kochen, sondern zaubern. „Essen ist Emotion, Kochen ist Leidenschaft und das Ergebnis ein Abenteuer für den Gast“, sagt er.

Und wenn Benjamin Thomas von Gästen spricht, dann meint er das ab Freitag als Gastronom wörtlich: Dann eröffnet er in Dorfitter sein „Fenster Fünf“ - mit höchstens acht Plätzen das kleinste Restaurant der Region. Bisher hat er in der Alten Korbacher Straße 5 für die Kunden seines Catering-Services „Active Cooking“ gezaubert - das will er auch künftig. Aber jeden Abend ab 17 Uhr öffnet er nun eben auch die Türen zu seinem kleinen Restaurant. Wer hier ein Schnitzel auf der Speisekarte sucht, wird eher nicht fündig. „Obwohl ich auch Schnitzel kann“, sagt Benjamin Thomas lachend, „aber auch damit werde ich den Gast überraschen“. Das Unerwartete, das Unbekannte will der Profikoch auf den Teller bringen. Und wer ihm dabei zusehen will, ist in der Küche jeder Zeit willkommen - sofern er nicht gerade im kleinen Gastraum im Gespräch mit seinem Tischnachbarn ist. Denn auch das wünscht sich der Koch: Geselligkeit, Lockerheit und eine familiäre Stimmung - samt Essen auf hohem Niveau.

„Wer als Besucher kommt, darf fragen und ist am Herd zum Zugucken willkommen“, sagt Maik Scholl, der zweite Koch des kleinen Unternehmens. Transparenz wünscht sich Thomas für sein „Fenster Fünf“. „Das gilt auch für die Produkte“, sagt er, „was die Region möglich macht, das nutzen wir.“ Und das gilt fürs Mehl ebenso wie für Rind, Fisch und Gemüse. „Tiefkühlkost gibt es bei uns nicht“, ergänzt Scholl. Stattdessen lassen sich die beiden Zeit: Im Sous-Vide-Verfahren garen sie Fleisch über 48 Stunden lang, richten mit der Pinzette an und geben ihren Menüs drei bis vier Gänge. Dazu kommen Gruß aus der Küche und kleine Praline zum Abschluss.

Drei Menüs umfasst die Karte von 30 bis 52 Euro, jeder Gang kann auch separat bestellt werden. „Wir wechseln jeden Monat die Karte, dazu gibt es immer ein Saison-Menü und ein vegetarisches Menü“, erklärt Benjamin Thomas. Kinder seien selbstverständlich willkommen und werden extra bekocht.

Und wer die Karte selbst bestimmen will, der bucht einfach das komplette Restaurant. „Wir stellen uns auf unsere Gäste ein“, sagt der Unternehmer. Das gilt auch für Kochkurse und Geschäfts-Meetings. Und das ist noch nicht das Ende der Geschichte.

Zur Eröffnungsfeier ist im „Fenster Fünf“ am Freitag von 12 bis 21 Uhr jeder willkommen.

Von Theresa Demski

Kommentare