Korbach

Konfirmandenunterricht neu strukturiert

- Korbach (resa). Ein Jahr statt anderthalb: Künftig soll der Konfirmandenunterricht in der Stadtkirchengemeinde über einen kürzeren Zeitraum stattfinden. „Das birgt auch Chancen“, glaubt Pfarrer Heßler.

Die Zeit der Jugendlichen ist knapp bemessen. Nachmittagsunterricht, Hausaufgaben, Vereinsleben: Weiße Flecken im Terminkalender gibt es kaum. „Deswegen wird es auch immer schwieriger, Zeit für Konfirmandenunterricht zu finden“, weiß Pfarrer Markus Heßler. Um den Terminplan der Jugendlichen etwas zu entlasten, hat der Kirchenvorstand der Korbacher Stadtkirchengemeinde den Konfirmandenunterricht nun neu strukturiert. Statt im Herbst beginnt der Unterricht für die Korbacher künftig im Frühling – der neue Jahrgang muss also noch auf seine Anmeldung warten. Auch den Pfarrern kommt dieses Modell entgegen. Nach dem Weggang von Bernd Böttner nämlich bleibt eine Lücke. „Wir erwarten nicht, dass der neue Dekan auch Teile des Konfirmandenunterricht übernimmt“, erklärt Heßler. Trotz der verkürzten Laufzeit wollen die Korbacher die vorgegebenen 80 Konfirmandenstunden erreichen. Anderthalb Stunden sollen die Jugendlichen deswegen künftig einmal in der Woche zum Unterricht kommen. „Das birgt auch Chancen“, erklärt Heßler. Themen könnten intensiver bearbeitet, Gesprächspartner eingeladen werden und die Gruppendynamik würde gewinnen. „Die Strukturänderung fordert uns auch heraus, ein neues Konzept zu entwickeln“, erklärt Heßler, „wir müssen neue Formen finden“. Spielerisch sollen die Jugendlichen an Kirche, Religiosität, Werte- und Lebensfragen herangeführt werden. Gestalterische Elemente könnten den Unterricht bereichern. Langeweile und Ermüdungerscheinungen wollen die Pfarrer mit viel Kreativität begegnen. In zwei Jahren will der Kirchenvorstand das Modell dann erneut unter die Lupe nehmen und bei Bedarf verändern.

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