Korbach ist in der Favoritenrolle für einen zweiten Hessentag

Hansestadt stellt die Weichen für 2018

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Beim Hessentag geht’s rund: Das Riesenrad ist weithin sichtbares Zeichen in den Hessentagsstädten. Korbach gilt bei der Landesregierung als Favorit für das Landesfest 2018. Nächste Woche ist das Korbacher Parlament am Zug. Foto: dpa

Korbach. Die Hansestadt rüstet sich fürs Startsignal: In Korbach ist eine Bewerbung für den Hessentag 2018 offenbar in greifbarer Nähe. Am kommenden Dienstag steht das Thema bei einer Sondersitzung des Stadtparlaments im Blickpunkt.

Dabei wollen Magistrat und Verwaltung empfehlen, eine verbindliche Bewerbung an die Landesregierung in Wiesbaden zu schicken. Allerdings müssen die Bedingungen für Korbach stimmen, darin sind sich die politischen Fraktionen schon seit Jahren einig. Beim ersten Hessentag in Korbach kamen über 700 000 Besucher in Hessens einzige Hansestadt – trotz durchwachsenen Wetters. Die Kreisstadt profitierte aber nicht nur in Imagefragen, sondern schob mit Unterstützung des Landes zahlreiche Bauprojekte an, ob Museumsneubau, Sanierung des Jugendhauses oder Umbau Frankenberger und Wildunger Landstraße. Die Vorzeichen haben sich in den vergangenen 18 Jahren aber gründlich gewandelt: Korbach verbuchte 1997 nur ein vergleichsweise geringes Minus von rund 350 000 Euro nach dem Landesfest. Spätere Hessentagsstädte verzeichneten dagegen oft millionenschwere Defizite. Genau das ist auch ein wichtiger Ansatzpunkt bei der bevorstehenden politischen Entscheidung in Korbach: Wiesbaden hat die finanziellen Regelungen bei Hessentagen neu gefasst. Wenn Zuschüsse für wichtige Investitionen und ein verträgliches Defizit absehbar sind, dann dürfte einer Zustimmung des Korbacher Parlaments nichts im Wege stehen. (Jörg Kleine)

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