Korbacher Feuerwehr feiert 150-jähriges Bestehen mit Kommersabend

„Feuerwehr wird immer gebraucht“

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So wie die Jubiläumswehr selbst bekamen auch verdiente Feuerwehrleute Respekt gezollt.

Korbach. Von Eimer und Handspritzgerät zum 200-PS-Fahrzeug, das mehrere Kubikmeter Wasser pro Minute wirft: In 150 Jahren ist die Korbacher Feuerwehr in vielerlei Hinsicht weit gekommen. Das Jubiläum feierten die Brandschützer und ihre Gäste mit einem Kommersabend.

„Wird die Feuerwehr in 150 Jahren noch gebraucht?“, fragte Wehrführer Jörn Häußler, um sich prompt selber zu antworten: Menschen, die sich so sehr einsetzen, würden immer benötigt. Wie wichtig die Arbeit der Ehrenamtlichen sei und wie sehr sie gebraucht werden, betonten alle Gratulanten. 

„Ohne Feuerwehr wäre unser Gemeinwesen nicht denkbar“, sagte Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt und erinnerte etwa an die Großbrände Anfang der 90er Jahre. Nicht nur für die Kernstadt selbst, auch für die Ortsteile sei die Korbacher Feuerwehr in Zeiten kleiner werdender Einsatzabteilungen wichtig. 

Ob der Gefahrenzug, im Kreis einzigartige Fahrzeuge oder die Spezialisten, die sie bedienen: Die Korbacher Wehr sei für die Sicherheit Waldeck-Frankenbergs zentral, sagte Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick: „Sie tragen Verantwortung für den ganzen Kreis.“ 

Derweil wird die Feuerwehr nicht nur gebraucht, sie hat auch Bedürfnisse – nicht zuletzt Geld. „Die Sorge um das Thema darf für die Feuerwehr keine Rolle spielen – sie ist nun mal eine kommunale Pflichtaufgabe“, erklärte Bürgermeister Klaus Friedrich und sicherte seine Unterstützung zu: „Die Feuerwehr kann sich auf mich verlassen, so wie ich mich auf die Feuerwehr verlassen kann.“ 

Das Motto des Jubiläums vor 25 Jahren, „Feuerwehr hilft – komm, hilf mit“, sei noch immer aktuell, sagte Friedhelm Schmidt: Neue Brandschützer würden immer gebraucht. Um sie zu gewinnen und zu halten, sei die Kameradschaft wichtig, schließlich würden sie viel Zeit opfern. Christoph Weltecke, Vizepräsident des Hessischen Feuerwehrverbands, brachte es auf den Punkt: „Zur Feuerwehr gehört, 365 Tage im Jahr bei Wind und Wetter nicht zu fragen, wer Hilfe braucht, sondern aufzustehen und zu helfen.“ 

 Dass Kameradschaft auch länderübergreifend wirkt, zeigte Torsten Fürtig, Wehrführer aus der thüringischen Partnerstadt Waltershausen: Zum Tag der offenen Tür am 27. und 28. September rückt diese mit vier Fahrzeugen an.

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