Korbach

Kreisstadt kann Zentrum weltweiter Forschung werden

- Korbach. Riesenerfolg für Korbach und den Geopark: Die Kreisstadt hat Potenzial, sich zu einem weltweiten Magneten der Urzeit-Forschung zu entwickeln. Dies untermauerte eine internationale Fachtagung am Wochenende.

Die Idee war blendend, doch bibberten die Organisatoren, ob sie auch genug Zugkraft entfalten würde. Am Ende gerieten alle ins Schwärmen – ob Wissenschaftler, Funktionäre, Politik oder Fachpublikum: Das erste internationale Symposium zur „Korbacher Spalte“ war ein großartiger Impuls für Forschung, aber auch künftige touristische Vermarktung des „steinreichen“ Wal­decker Landes.

„Ein Glanzpunkt für die Korbacher Spalte, die Stadt und den Geopark“, resümierte Norbert Panek, Leiter des heimischen Geopark-Projekts. „Hervorragendes Kolloquium“, bescheinigte Landesarchäologe Professor Egon Schallmayer.

Es war, als hätte es zwölf Jahre Forschungspause zur „Korbacher Spalte“ nie gegeben. Professoren und Wissenschaftler aus Berlin, Münster, Göttingen, Halle, dem Saarland tummelten sich in Korbach. Sie zogen Bilanz zur bisherigen Erforschung der 250 Millionen Jahre alten Fossilkluft – und gaben Ausblicke für die Zukunft.

Eines stand am Ende für alle Teilnehmer unumwunden fest: „Korbach ist ein zweites Messel“, brachte es Professor Hans-Dieter Sues auf den Punkt. Und sein Wort hat wahrlich Gewicht: Sues ist weltweit renommierter Wirbeltier-Paläontologe, arbeitet am namhaften Smithsonian Institute in Washington – und steht bereit, die Forschungsarbeit in Waldeck-Frankenberg auch in Zukunft zu unterstützen.

Wie die fossilreiche Ölschiefer-Grube (49 Millionen Jahre) im südhessischen Messel könnte die „Korbacher Spalte“ das zweite erdgeschichtliche „Weltnaturerbe“ in Hessen werden, ermunterte Schallmayer und signalisierte Unterstützung des Landes. Kreis, Stadt und die Bevölkerung müssten dabei mitziehen.

Mehr zum Thema lesen Sie in den WLZ-FZ-Ausgaben am Montag, 1. November.

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