Kulturkreis Sachsenberg zeigt Werke von Florian Schmoll und Heidrun Wichmann

Kunstwerke mit der Kettensäge schaffen

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Der Künstler Florian Schmoll vor seinen Blumen aus Holz.

Lichtenfels-Sachsenberg - Das liebevoll restaurierte Fachwerkhaus in der Kirchstraße in Sachsenberg bildete am Sonntag den stilvollen Rahmen für eine gelungene Ausstellungseröffnung.

Der Kulturkreis Sachsenberg präsentierte in seinem Kulturhaus Werke von Heidrun Wichmann und Florian Schmoll, beide aus Dalwigksthal. Nach der Begrüßung der zahlreich erschienenen Gäste durch Dorli Rauch, Pressesprecherin des Kulturkreises, stellten sich beide Künstler vor und erläuterten ihre Arbeiten.

Der 30-jährige Florian Schmoll zeigte neben Weihnachtskrippen, Tannen, Kerzen und Ähnlichem auch seine neuesten Werke, nämlich überdimensional große Blumen und Käfer aus Holz, hergestellt mit der Kettensäge.

Mit diesem Werkzeug hat er vor einiger Zeit seine jüngste Schaffensperiode eingeleitet - dies mit Erfolg, wie man an seinen im Garten des Kulturhauses ausgestellten Werken sieht. Mit ihren einfachen Formen, gelungenen Proportionen und Naturfarben sind sie einfach ein Augenschmaus und verlocken zum Anfassen. Im Anschluss an die Eröffnung zeigte Schmoll den interessierten Zuschauern auch, wie man ein Stück Holz mit der Kettensäge behandelt, ohne es zu „zersägen“. Für ihn sei die gestaltende Arbeit mit Holz eine Entspannung, eine Seelenpflege, eine Konzentration auf sich selbst. Die Ausstellung in Sachsenberg, so Florian Schmoll, solle den Leuten zeigen, „dass hier nicht nur Bauern und Kühe wohnen“.

Heidrun Wichmann zeigte ihre Malereien aus den vergangenen zehn Jahren. Sie ist Autodidaktin, ein Unterricht kam für sie nie infrage, da sie beim Malen das Alleinsein benötigt. Nur auf diesem Weg, so Wichmann, gelinge es ihr, sich in sich selber zu versenken und künstlerisch produktiv zu werden.

Sie möchte den Zuschauern mit ihren Werken einfach viel Spaß bereiten. Die Künstlerin zeigte am Sonntag viele Facetten ihres Schaffens: Bei der Betrachtung ihrer Bilder, hauptsächlich in Kreide und Acryl gehalten, bemerkt der aufmerksame Zuschauer Einflüsse aus verschiedenen Stilrichtungen, wie beispielsweise aus Surrealismus, Pop Art, naiver Malerei und anderem.

Der Kulturverein Sachsenberg präsentiert erfolgreich in etwa monatlichem Wechsel Künstlerinnen und Künstler der Umgebung. Die aktuelle Ausstellung kann bis zum 3. August jeweils sonntags von 15 bis 17 Uhr besichtigt werden. Am letzten Tag stehen alle Exponate dann auch zum Verkauf. Danach wartet eine weitere Kunstausstellung der rührigen Sachsenberger auf Besucher. (rw)

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