Korbach

Lange Schlange für Kräppel

- Korbach (den). Es waren anstrengende 48 Stunden. Doch seit Dienstagabend ist es vollbracht: Etwa 4500 Kräppel sind über die Ladentheke in Heckers Hütte gewandert. Die aufgestellte Spendenbox ist gut gefüllt.

„Heiß und fettig“ – diese Art von Speisen treibt wohl jedem Ernährungsexperten die Tränen in die Augen. Den Veranstaltern des karitativen Kräppelbackens „zwischen den Jahren“ treibt es indes erst die Schweißperlen und dann ein freudiges Lächeln ins Gesicht. Denn für jeden abgesetzten Kräppel spendeten die Kunden einen selbst gewählten Obolus. Montag und Dienstag funktionierte Familie Hecker in der Marker Breite ihre ehemalige Garage in eine Kräppelfabrik um. Mehr als zehn Helfer sorgten für steten Nachschub von dem süßen Teiggebäck mit Füllungen aus Pflaume, Nussnougat, Vanille oder Himbeer.„Wir hatten am Montag etwas weniger zu tun“, gibt Siegbert Schotte, Experte für die leckeren Füllungen, einen Einblick in die Arbeit der bereits erfahrenen Kräppelbäckertruppe. Etwa 1600 Teiglinge setzten die „Verkäufer“ am Montag ab, 300 gingen zusätzlich als Spende an die Korbacher „Tafel“. Vonseiten der Hilfsorganisation kam Unterstützung in Form von Vorsitzendem Oliver Breysach, Poki Sayeed und Edith Schulte, die bei der Zubereitung der Kräppel verschiedene Aufgaben übernahmen. Am Dienstag bildete sich vor der Theke eine lange Schlange – die fleißigen Kräppelbäcker kamen wegen des enormen Ansturms kaum hinterher. Für seelische Aufmunterung sorgte gegen Abend Rolf Freier mit seiner Gitarre, der sich spontan zu einem Konzert überreden ließ.Das eingenommene Geld soll an die Korbacher Tafel und ein krebskrankes Kind gehen, das die Kinderkrebshilfe Waldeck-Frankenberg betreut.

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