Korbach: Bruderschaft St. Barbara feiert 60-jähriges Bestehen mit Kanonenparade

Lauter Kanonendonner zum Geburtstag

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Gruppenbild mit Kanone: Die Mitglieder der „St. Barbara“ feierten am Samstag das 60-jährige Bestehen ihrer Formation. Immer wieder brüllten die Kanonen.

Korbach - Lauter Kanonendonner hallte am Samstag aus Richtung Sandberg in die Kreisstadt. Der Grund: Die Kanonengruppe St. Barbara der Korbacher Schützengilde 1377 feierte lautstark ihr 60-jähriges Bestehen.

Mit Waffenbrüdern aus der eigenen und befreundeten Formationen sowie Vertretern der Schützengilde begingen die Männer den runden Geburtstag auf dem Hof von Familie Frese/Rube am Sandberg. Von Wilhelm Hellwig war Mitte des vergangenen Jahrhunderts die Initiative für eine Landsknechtformation ausge-gangen. „Damals feierte die Concordia ihr 100-Jähriges“, erinnerte sich beim Fest der langjährige Hauptmann Egon Eirund. Die Anfänge der St. Barbara, die nach der Schutz-heiligen der Artillerie benannt ist, waren gelegt.

Seitdem haben Karl Kurt Frese und Horst Müller ebenfalls das Amt des Hauptman-nes ausgefüllt, Friedrich Weber folgte ihnen und ist aktuell für 56 Mitglieder, die alle ein Jahr Anwartschaft „überste-hen“ müssen, verantwortlich, die sich in die Formationsliste eingetragen haben. Zum Einsatz bei offiziellen Veranstaltungen kommt eine Kanone, die dem „Ur-Rohr“ aus dem Siebenjährigen Krieg nachgebaut ist und in der Nordenbecker Burg zum Einsatz gekommen war. Der „Spaß am Schwarzpulver“ hält die Gruppe, die immer weiter wuchs, laut Hauptmann Friedrich Weber über all die Jahre zusammen.

Für laute Knalleffekte sorgten die Bruderschaftler nicht nur beim Fest zum 60. Auch beim Altstadtkulturfest oder beim Neujahrsschießen sowie bei vielen Schützenfesten und Freischießen hantieren sie gekonnt mit Schwarzpulver und Auslöser. Sicherheit ist dabei das oberste Gebot, schließlich macht die Kanone mächtig Druck und Dampf, die Kanoniere sind entsprechend ausgebildet.(den)

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