Diemelsee / Korbach / Willingen

17 Leader-Projekte bringen Region voran

- Diemelsee / Korbach / Willingen (nv). 17 bewilligte Projekte, 891 000 Euro Förderung bei einer Gesamtinvestition von 4,45 Millionen Euro: Das sind derzeit die Eckdaten des Leader-Programms in der Region „Naturpark Diemelsee“.

Überschrieben mit dem Leader-Motto „Stadt – Land – See: aktive Erholung – intakte Natur“ legt Regionalmanager Bernd Wecker den Diemelseer Gemeindevertretern am Freitagabend im Dorfgemeinschaftshaus Adorf einen Sachstandsbericht vor. Der Fachmann des Büros Bioline (Dalwigksthal) listet dazu die aktuellen Projekte auf. Insgesamt stehen den Leader-Kommunen Diemelsee, Korbach und Willingen bin der Förderperiode von 2007 bis 2013 rund 1,7 Millionen Euro für öffentliche und private Vorhaben bereit.

Laut Wecker hat die Leader-Kommission bis April 2010 über 41 Projekte beraten und 33 zur Beantragung vorgeschlagen. 26 davon sind beantragt und 17 bereits bewilligt. „Letzteres ist allerdings Stand von Dezember, da 2010 noch kein Geld vom Land geflossen ist“, kritisiert der Regionalmanager ein. „Da oft lange kein Geld fließt, stocken sowohl öffentliche als auch private Projekte“, ist auch Bürgermeister Volker Becker verärgert. Gerade potenzielle Existenzgründer seien aus diesem Grund schon abgesprungen.

Zu den aktuell 17 bewilligten Vorhaben zählen drei Bioenergie-Projekte. Bei diesen laufe die Umsetzung über die zuständigen Ministerin, nicht über das Regionalmanagement betont Wecker. Bis heute sei ungewiss, ob die Förderung in die 1,7 Millionen Euro eingerechnet werden müsse oder separat fließe, erklärt er und differenziert daher: Ohne Bioenergie-Maßnahmen wurden bislang 1,18 Millionen Euro in Leader-Projekte investiert, 540 000 Euro Fördermittel fließen. „Damit haben wir rund ein Drittel der Mittel verausgabt“, ist Wecker mit dem Zwischenstand zufrieden. „In anderen hessischen Regionen sind es nur zwei bis vier Prozent.“ Zählt er die Bioenergie hinzu, belaufen sich die Investitionen gar auf 4,45 Millionen Euro und die Förderung auf 891 000 Euro.

Mehr lesen Sie in der WLZ-Zeitungsausgabe vom 26. April 2010.

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