Willingen:

Leinenhandel und Tourismus sind eng verwoben

- Willingen. Aus der Not geboren leistete der Leinenhandel einen wichtigen Beitrag zur touristischen Entwicklung des Uplands. Klaus Behle ist Willingens letzter Linnenkerl und Hotelier aus Leidenschaft. Sein Werdegang hat Symbolcharakter.

„Meine Familie handelt in der vierten Generation mit Leinen und Wäsche“, berichtet Klaus Behle (Schäperken). „Mich hat es begeistert, wie die Willinger Linnenkerle ihre Waren anboten. Noch mehr imponiert hat mir aber, welches grenzenlose Vertrauen die Kunden den Händlern entgegenbrachten.“ Behles Berufswunsch steht fest: Mit 15 Jahren beginnt er 1967 die Lehre in der Wäsche- und Leinengroßhandlung sowie Näherei Friedrich Kramer (Henderkes). „Ich habe vor allem die rund 30 Willinger Händler bedient, die damals schon größtenteils Hobbyhändler waren.“ Wenn die Arbeit in Landwirtschaft und Fremdenverkehr es zugelassen habe, seien sie mit dem Auto über Land gefahren. Die Entwicklung Willingens zum Urlaubsort hatte Anfang der 50er-Jahre vor allem mit den ersten internationalen Skispringen auf der Mühlenkopfschanze begonnen.

Mehr in der WLZ-Zeitungsausgabe vom 29. Dezember.

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