15. September: Geschichtsverein und Ortsbeirat laden zur historischen Ortsbegehung

Lelbacher Geschichte hautnah

Korbach-Lelbach - Streifzüge durch die heimische Historie sind ein Erfolgsmodell des Waldeckischen Geschichtsvereins in Korbach. Am kommenden Samstag laden die Lelbacher zur historischen Ortsbegehung.

Geschichte in die Breite tragen, so heißt die Devise der Bezirksgruppe Korbach im Waldeckischen Geschichtsverein. Unter Ägide von Hans Pohlmann wagten die Korbacher Geschichtsfreunde 2007 erstmals eine exklusive Tour durch einen Korbacher Ortsteil. Und in Nordenbeck wurde dieser Aufbruch in die Vergangenheit schon bei der Premiere ein großer Erfolg.

Seither gehören historische Ortsbegehungen zum festen Programm des Geschichtsvereins in Korbach. 2011 waren Hunderte dabei, als der Streifzug - im Jahr des Dorfjubiläums - durch Lengefeld führte. Am kommenden Samstag, 15. September, steht Lelbach im Blickpunkt.

Treffpunkt ist um 13.30 Uhr an der „Homberghalle“ (Mehrzweckhalle). Nach der Ortsbegehung gibt es einen gemütlichen Ausklang in der Homberghalle. Veranstalter sind Ortsbeirat und Geschichtsverein; Gemischter Chor, Musikverein und Turnverein gestalten das Programm an diesem Tag mit. In der Halle sind überdies alte Bilder in einer Diaschau zu sehen.

An Geschichte(n) hat der Ortsteil Lelbach viel zu bieten. Im Tauschvertrag zwischen Kaiser Otto II. und dem Reichsstift Corvey wurden neben Korbach auch Lelbach und Rhena bereits 980 erstmals urkundlich erwähnt. Lelbach ist also mindestens 1032 Jahre alt. Kirche, Dorfteich, altes Spritzenhaus und alte Schule werden am Samstag ebenso Thema sein.

Ortssippenbuch

Gut präpariert haben sich Jürgen Wege und Georg Kleine, die als Moderatoren die Ortsbegehung in Lelbach intensiv begleiten. Alle Lelbacher waren im Vorfeld aufgerufen, ihr Wissen um das eigene Dorf zusammenzutragen. Großes Ziel ist, in einem weiteren Schritt das Ortssippenbuch aus den 50er-Jahren in Zukunft zu ergänzen und fortzuschreiben, signalisiert Wege.

Eine Lelbacher Anekdote zum Schmunzeln erzählte Otto Rohde jüngst bei einem Rundgang: In einem Haus am Dorfteich wohnte früher ein Schuhmacher. Als vor vielen Jahren der Dorfteich einmal ausgebaggert wurde, kamen etliche Schuhsohlen und andere Utensilien aus des Schusters Werkstatt ans Tageslicht. Er hatte das Material offenbar kurzerhand im Teich gelagert.(jk)

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