Bester am Beruflichen Gymnasium

"Lernen hat mir Spaß gemacht"

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Herausragende Abiturleistung: Sebastian Hessel will Medizin studieren.

Korbach - Mit der Traumnote 1,0 schafft Sebastian Hessel die Bestleistung von insgesamt 95 Abiturienten des Beruflichen Gymnasiums in Korbach.

„Es ist besser gelaufen, als ich dachte“, berichtet der 18-jährige Lelbacher. Nach drei Jahren Berufsgymnasium beendet er mit ausgezeichneter Leistung seine Schullaufbahn. Sebastian Hessel hatte die Leistungskurse Biologie und Gesundheitslehre belegt, „denn naturwissenschaftliche Fächer sind mir am liebsten“. Ursprünglich hatte er sich vorgenommen, einen Notendurchschnitt von 1,3 zu erreichen. Von seinem jetzigen Ergebnis war der Abiturient selbst überrascht.

Wie viele seiner Mitschüler habe auch er die vergangenen Schuljahre im G8-System als herausfordernd empfunden. Auch der Jahrgangsbeste musste viel lernen: „Die guten Noten sind mir nicht zugeflogen, aber lernen hat mir Spaß gemacht. Ich hatte ja ein festes Ziel vor Augen.“ Wären die Noten nicht wie erhofft ausgefallen, hätte er statt Medizin einen Studiengang der Biotechnologie gewählt.

Durch den Wechsel zum Beruflichen Gymnasium lernte er neue Freunde kennen, mit denen Sebastian Hessel auch gern seine Freizeit verbringt. Nach dem Prüfungsstress kann der Leichtathlet auch wieder regelmäßig im TV Lelbach trainieren. Etwas mit Freunden zu unternehmen kam trotzdem nicht zu kurz: „Zeit hat man nicht, die nimmt man sich.“

Seine Großeltern haben den 18-Jährigen auf seinen Berufswunsch gebracht. Denn sein Opa war Arzt: „Und meine Oma hat mir das auch immer geraten.“

Am liebsten möchte er deshalb ab Oktober Medizin in Göttingen studieren. Falls es aber nicht sofort klappt mit dem bevorzugten Studienplatz, würde er in der Zwischenzeit beim DRK oder anderen Hilfsorganisationen ein Praktikum absolvieren. Nach dem Studium möchte der Lelbacher wieder in die Kreisstadt zurückkehren. „Im Krankenhaus Korbach habe ich bereits ein Praktikum gemacht. Das hat mir gut gefallen. Ich würde hier später gerne als Arzt arbeiten.“ Sicher sei er sich aber noch nicht: „Vielleicht gehe ich auch in die Forschung. Schließlich habe ich sechs Jahre Zeit, mir das während des Studiums zu überlegen.“

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