Bezirkssängerfest zum 90-jährigen Bestehen des Männergesangvereins Neukirchen

Lichtenfelser Chöre bringen Ständchen

+
Friedrich Hasecke (l.) und Bernd Garthe (r.) ehrten Heinrich Greese, Reinhard Oppermann, Karl Drews, Willi Reese und Karl Oppermann (v.l.).

Lichtenfels-Neukirchen - Beim Bezirkssängerfest in Neukirchen präsentierten sich die Lichtenfelser Chöre am Wochenende eindrucksvoll. Der MGV 1924 Neukirchen feierte sein 90-jähriges Bestehen, war Gastgeber - und acht Chöre brachten Ständchen.

Neu eingekleidet in grau gemusterten Westen traten die Gastgeber am Samstagabend in der Schützenhalle in Neukirchen zum 90-jährigen Bestehen ihres Männergesangvereins adrett in Erscheinung. Sie hatten die neue Vereinskleidung zusammen mit den Sängern des MGV „Liedertafel“ Sachsenberg angeschafft, da beide Chöre seit 2009 unter Regie von Chorleiter Heinrich Greese gemeinsam singen und auftreten. Gemeinsam präsentierten sie sich auch beim Bezirkssängerfest in der mit Blumen geschmückten Schützenhalle, begrüßten mit dem „Lied der Freundschaft und Geselligkeit“ die Gastchöre.

Bevor die Chöre für Unterhaltung sorgten, ehrten Bernd Gar­the, Vorsitzender der MGV 1924 Neukirchen, und der Vorsitzende des Sängerbezirks Lichtenfels, Friedrich Hasecke, verdiente und langjährige aktive Sänger. An Karl Oppermann und Willi Reese, beide seit 65 Jahren als Sänger aktiv, überreichten sie eine Ehrenurkunde. Mit der Ehrennadel des Mitteldeutschen Sängerbundes zeichneten sie Karl Drews aus, der seit 41 Jahren Schriftführer beim MGV Neukirchen ist. Mit einer Urkunde und Ehrennadel des Mitteldeutschen Sängerbundes ehrten sie zudem Reinhard Oppermann, der seit 40 Jahren aktiv mitsingt. Ein Präsent überreichte Garthe an Heinrich Greese, der seit 30 Jahren den MGV Neukirchen dirigiert.

Bunter Melodienreigen

Eine Mischung aus traditionellen und neuen Lichtenfelser Chören bot den Freunden des Chorgesangs im Verlauf des Festabends ein abwechslungsreiches Programm auf gutem Niveau. Der Frauenchor „Klangfarben“ unter Leitung von Claudia Vach verstand es, ebenso flott und mehrstimmig („Drück die eins“) zu singen wie die romantischen Töne („Du bist das Beste“) anzustimmen. Martin Vach begleitete am Klavier.

Der gemischte Chor „Liedertafel“ 1875 Fürstenberg unter Leitung von Jutta Backhaus sang „Die Rose“. Mehrstimmig und frisch trugen die „Melodivas“ aus Rhadern unter Regie von Gabriele Wüstefeld unter anderem „Für Frauen ist das kein Problem“ vor, am Klavier begleitet von Tatjana Kouper. Viel Applaus gab es auch für den gemischten Chor „Harmonie“ Münden 1923 unter Leitung von Horst Wendt unter anderem für den Beitrag „Que sera, sera“. Xenia Kautz begleitete am Klavier.

Unter Leitung von Albrecht Erb­roth sang der MGV „Liedertafel“ 1887 Immighausen flott-fulminant „Aus der Trauben in die Tonne“ und gemeinsam mit dem Frauenchor „Just for Fun“ aus Immighausen präsentierte er harmonisch „Irische Segenswünsche“. Im Kanon stimmte der Frauenchor Goddelsheim unter Leitung von Claudia Vach „Wer hat die schönsten Schäfchen“ an. Der MGV „Liedertafel“ 1878 Goddelsheim, dirigiert von Holger Born, trug flott und pfiffig „Rote Lippen soll man küssen“ vor und „Wo die roten Rosen blühen (Solo: Fritz Grosche), ehe der MGV Neukirchen und der MGV „Liedertafel“ Sachsenberg den Liederreigen mit dem Lied „Doswidanja heißt Auf Wiedersehn“ beendeten.

Lothar Müller führte durchs Programm, im Anschluss spielte der Musikverein Neukirchen zum Tanz auf. Bürgermeister Uwe Steuber und Ortsvorsteher Richard Hast gratulierten den Sängern des MGV Neukirchen und Vorsitzender Garthe dankte den Sängern für ihre Treue.

Von Marianne Dämmer

Kommentare