WLZ-Videoprojekt abgedreht · Premiere beim Erlebniskino am 19. September

Liebesgrüße aus Korbach

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Das Jugendhaus wird zum Kasino – und Ansgar, Marius, Sarah, Siri, Alisa (gr. Bild hinten, v. l.), Johann, Luzie und Yannic (vorne, v. l.) finden sich in einem Agentenfilm wieder. Der WLZ-Serverraum dient „Q“ (kl. Bild, r.) als Labor, um Bond auszustatten.Fotos: Figge/pr

Korbach - Acht Mädchen und Jungen haben zusammen mit Videoexperten einen James-Bond-Trailer gedreht. Darin tauchen sie nicht in die internationale Unterwelt ein, sondern in eine Korbacher Intrige.

Die Kasinobesucher sitzen in gedämpftem Licht, unterhalten sich leise und stoßen klirrend an. Geschäftsleute sitzen beisammen und handeln einen Deal aus. Als eine junge Dame an der Theke Champagner ordert, um den Vertragsabschluss zu feiern, tritt ein weiterer Gast neben sie. Er bestellt Wodka-Martini: „Geschüttelt, nicht gerührt“.

James Bond ist auf Mission in Korbach - zumindest im Filmtrailer, den Stefan Betzler und David Heise beim WLZ-Videoprojekt gedreht haben. Ihre Darsteller sind zehn bis 15 Jahre alt und haben zwei Tage lang mit den beiden Kameramännern und Produktionsassistentin Luzie Grell Szenen gedreht, wie Kinobesucher sie in einem Bondfilm erwarten. Das Ambiente im zur stilvollen Spielbank umgebauten Jugendhaus ist für sie einer der Höhepunkte.

Beeindruckt zeigen sie sich vom Dreh im Tresorraum der Kasseler Bank und von Verfolgungsjagden in der Korbacher Altstadt. Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist wie im Klassiker Goldfinger das wertvolle Edelmetall: Davon hat Korbach im Drehbuch noch so einiges - die Stadtkassen sind indes leer. Ein mit der Bundesbank arrangierter Tausch soll die Stadt sanieren. „Ohne Geld geriete die Stadt in übelste Unruhe“, erklärt Jungschauspieler Johann - und dann schlage seine Stunde als Bösewicht, der im Tumult zum Bürgermeister aufsteigen wolle.

In ihren Rollen haben die Mädchen und Jungen Spaß: Johann sagt, er sei gerne einmal böse, Marius mag die Rolle des „Q“, weil er sich für Erfindungen begeistert. Wenn es um eine Rolle mehrere Bewerber gab wie auf das „Bondgirl“, lösten sie das mit dem Spiel „Stein, Schere, Papier“. Gefährtin des Agenten wurde schließlich Sarah.

Bei der Wahl des Bonds haben die Kinder sich zurückgehalten, Ansgar meldete sich als einziger. In weiteren Rollen spielen Siri als „Nr. Eins“ des Bösewichts, Luzie als Vertreterin des Korbacher Machtzirkels, Yannic als Bundesbankpräsident und Alisa als Agentin, welche den Koffer mit der Transaktionssoftware hütet, die Gold zu Geld machen soll. Jugendhauspraktikantin Luisa Iske hat die Figur der „M“ übernommen.

Öffentliche Premiere feiert der Trailer am Samstag, 19. September, beim zweiten Erlebniskino im Lehrbauhof der Kreishandwerkerschaft. Auf dem Programm stehen dann der Animationsfilm „Minions“, die Komödie „Kartoffelsalat“ und ein weiterer Agententhriller: „Mission: Impossible - Rogue Nation“. Im dritten Erlebniskino diesen Jahres wird dann der neueste James-Bond-Streifen zu sehen sein, der im Dezember Premiere hat - und für den die jungen Korbacher Filmemacher mit ihrem Trailer die Werbetrommel rühren wollen.

Von Wilhelm Figge

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